IG-Metall-Repräsentant als „Arbeiterfeind“

Bernd Osterloh war bisher Vorsitzender des VW-Betriebsrates. In dieser Funktion stritt er für höhere Löhne der Belegschaft und für den Erhalt von Arbeitsplätzen. Im Sommer letzten Jahres hatte Osterloh noch verkündet, er wolle erneut die Liste der IG Metall bei den nächsten Betriebsratswahlen anführen.

Sein Vorgänger, Klaus Volkert, musste 2005 gehen, weil ihm offenbar Geldzahlungen und Gefälligkeitsreisen wichtiger waren als die Interessen seiner Wähler. Diesen Weg will nun wohl auch sein Nachfolger beschreiten. Aber legal und wirtschaftlich „nachhaltiger“: Denn das SPD-Mitglied Osterloh wird Personalvorstand der Lkw-Sparte Traton. Der neue Job wird angeblich mit etwa zwei Millionen Euro pro Jahr vergütet wird. Das ist natürlich lukrativer als eine schöne Reise und ein einmaliger Briefumschlag mit Geld.

Osterlohs erste Aufgabe: Personalabbau. Das Werk in Plauen wird verkauft. Die Kollegen des österreichischen MAN-Werkes in Steyr sind ganz „weg vom Fenster“. Das Werk soll dicht gemacht werden.

In der Autostadt wurde Osterloh gelegentlich als der “König von Wolfsburg” beschrieben. Wer unter ihm Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns war, konnte ihm egal sein. Zum Ende seines Berufslebens noch einmal selber Vorstand zu sein und damit auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen, dürfte seinem Ego guttun – und für das eigene Bankkonto ist es auch nicht von Nachteil.


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