In Vorbereitung: Kommt der vierte Lockdown als „Not-Schutzschalter“?

Viele Menschen in Deutschland fühlen sich aktuell zu Wetten veranlasst. Damit ist nicht die Wiederbelebung der ZDF-Fernsehsendung „Wetten dass…?“, sondern die Frage gemeint, kommt ein vierter Lockdown oder bleibt er aus?

Für den Fall einer akuten Überlastung des Gesundheitssystems und besonders der Intensivstationen in der Corona-Krise erwägt eine sogenannte Expertengruppe die Planung eines kurzen, aber intensiven Lockdowns. Auch die Schließung von Schulen steht zur Debatte. Zu diesen Experten zählen die Virologin Sandra Ciesek, der Intensivmediziner Christian Karagiannidis, die Physikerin Viola Priesemann, die Virologin Ulrike Protzer und die Epidemiologin Eva Grill gehören. 

Die aktuelle Situation wird mit drastischen Worten beschrieben: „Seit Juli 2021 ist auch in Deutschland die Delta-Variante des SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) dominant. Sie ist deutlich ansteckender als die bisher bekannten Varianten. Das bedeutet ein hohes Risiko für Ungeimpfte, sich anzustecken. Dazu kommt, dass der Impfschutz ohne Dritt-Impfung (‘Booster’) mit der Zeit kontinuierlich nachlässt. Nach fünf Monaten sinkt der Schutz gegen Ansteckung von einem Faktor von etwa 10 auf einen Faktor 2-3. Dadurch tragen aktuell nicht nur die ungeimpften Personen zur Ausbreitung des Virus bei, sondern auch jener Teil der Bevölkerung, bei dem die Impfung schon länger zurückliegt.”

Die Expertengruppe, Politiker und Medien vermeiden es zunehmen, den Begriff „Lockdown“ zu verwenden. Diese ist belastet, in der Bevölkerung „kontaminiert“, er weckt absolut negative Assoziationen. Von daher wird von einem „Not-Schutzschalter” gesprochen. „Es ist wichtig, ihn frühzeitig zu planen und so stark wie möglich durchzuführen, damit sich der Aufwand überproportional auszahlt“, ist im Expertenpapier dokumentiert. „Ein halbherziger Not-Schutzschalter verfehlt seine Wirkung“, mahnen die Wissenschaftler.

Zu den Maßnahmen des „Not-Schutzschalters“ gehören: Homeoffice, eine engmaschige Testpflicht am Arbeitsplatz, Reduktion der Gruppengröße in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz, Schließung/Reduktion von Geschäften, Restaurants, Dienstleistungen und Veranstaltungen sowie eine deutliche Beschränkung von Kontakten auf der Arbeit, in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich.

Die Wissenschaftler unterstreichen: „Es ist unklar, ob ein Not-Schutzschalter notwendig wird. Aber es wäre trotzdem hilfreich, schon jetzt einen klaren Plan zu entwickeln, ihn frühzeitig anzukündigen und mögliche Kollateralschäden präventiv abzufangen.”

Eine solche Formulierung ist geeignet, um die Menschen in Deutschland auf den vierten Lockdown („Not-Schutzschalter“) vorzubereiten. Das regelmäßige Wiederholen dieser Begrifflichkeit sensibilisiert die Menschen psychologisch und er wird so langsam als neuerlicher Lockdown „im Hinterkopf“ in der Bevölkerung bewusst.

Parallel wird über „2G-Maßnahmen“ der Impfdruck auf die nicht geimpften Personen erhöht. Gleichsam ist nach wie vor unverständlich, weshalb die Inzidenzen trotz hoher Impfquote aktuell höher sind als im vergleichbaren Zeitraum 2020?

Hingegen verlieren die politisch Verantwortlichen jedweder Partei an Glaubwürdigkeit und ein dramatischer politischer Vertrauensverlust ist schon jetzt bei vielen Menschen in Deutschland etabliert.


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