Insider Movements – Der Versuch „muslimische“ Christen zu erschaffen

Inmitten unserer Hauptstadt Berlin wird etwas noch nie Dagewesenes gegründet. Es geht um kein weiteres großes Einkaufzentrum, um keinen zusätzlichen Apple Store oder ähnliches. Nein, im Herzen Berlins soll ein „House of One“ entstehen. Ein Gebetshaus, indem Juden, Christen und Muslime gemeinsam denselben Gott anbeten sollen.

Die Idee, dass Muslime denselben Gott wie auch die Christen haben, wird sogar dort angenommen, wo wir sie kaum vermuten mögen. In muslimischen Ländern, in denen christliche Missionare versuchen, ein Evangelium zu konstruieren, das für Muslime nicht anstößig ist. Ihr Ziel ist es, messianische Muslime zu erschaffen, das heißt Muslime, die in ihrer Religion und in ihrer Kultur bleiben und trotzdem Jesus lieben.

Diese neue Missionsstrategie nennt sich „Insider Bewegung“. Die Kirche passt sich immer mehr kulturell an und beginnt islamisch neutrale Formen der Anbetung zu entwickeln. Gerade in islamischen Ländern scheint dieses Missionsmodell aufzugehen. Es verhindert, dass Muslime die messianisch werden, durch ihre Familien verstoßen oder verfolgt werden. Die muslimische Gemeinschaft nimmt keinen Schaden. Sie bleiben in ihrer Kultur und nur wenige Moslems lernen den Messias Jesus Christus durch andere missionarische Bestrebungen kennen. Und die Missionare vor Ort ersparen sich viel Ärger! Sie müssen die bekehrten Muslime nicht aufnehmen oder beschützen und versorgen. Denn sie werden nicht von ihrer Kultur verstoßen.

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Endlich gibt es ein Missionsmodell, das alle Probleme löst. Die „Insider Bewegung“ erschafft moslemgefällige Bibelübersetzungen, indem sie Hinweise auf Jesus als Sohn Gottes entfernen. Dadurch wird die Bibel weniger anstößig für Muslime. Gott wird von ihnen bei ihrer Mission in Indonesien, Malaysia und Bangladesch nicht mehr als Vater dargestellt; weil es anstößig in diesen Kulturen ist. Sie verändern z.B. den Bibeltext aus 1. Mose 16 (Die Geschichte von Hagar und Ismael): „Er wird gegen seine Brüder sein.“ wurde verändert zu „Er wird mit seinen Brüdern sein.“ Ziel dieser Veränderung ist es, Mohammed zum Teil des Bundes zu machen, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat. Und wenn Jesus nicht mehr der ewige Sohn ist, ist er nicht mehr länger von göttlicher Natur. Moslems sagen dann, dass sie Jesus respektieren; er kommt direkt nach Mohammed.

Aber was sind diese Muslime nun, die Jesus als einen Retter, wie alle Propheten verstehen? Was sind muslimische Christen oder messianische Moslems? Es ist eine muslimische Sekte, die durch den Einfluss falscher missionarischer Bemühungen entsteht. Die so genannten muslimischen Christen betonen gute menschliche Taten, von Jesus, leugnen aber das nur Jesus die einzige Tür ist (Joh 10:9), durch die unsere Menschheit nach biblischem Verständnis errettet werden kann. Die so genannten muslimischen Christen, werden vor der Tür stehen bleiben, sie vielleicht bewundern, aber sie nicht öffnen.

Ein Gastbreitrag von Danny Oestreich. Der Autor studierte Evangelische Religionspädagogik und Philosophie in Rostock und Biblical Studies in Kalifornien. Er publiziert u.a. auch im Philosophiemagazin „tabularasa“.


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