Jemen: Huthi rücken auf letzte Regierungs-Hochburg in Nordjemen vor

Im Jemen herrscht seit sechs Jahren Krieg. Seither gab es mehrere 10.000 Tote. Millionen sind auf der Flucht. Saudi-Arabien und Iran unterstützen die Kriegsparteien und führen damit in der vorderasiatischen Republik einen Stellvertreter-Krieg.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen sind nun auf dem Vormarsch. Die von Saudi-Arabien unterstützten „Regierungstruppen“ haben in der Provinzhauptstadt Marib einen schweren Stand. Wenn die Stadt fällt, kontrollieren die Huthi den gesamten Norden des Landes. In Marib sind Erdöl und Gas gefunden worden. Eine begehrte Beute für alle Kriegsparteien. Die Hauptstadt Sanaa wurde bereits im September 2014 durch die Huthi-Rebellen eingenommen.
Bereits im März 2015 griff das Saudi-Arabien mit einer Koalition aus sunnitisch regierten arabischen Golf-Scheichtümern in den Konflikt ein.

Im Sommer 2015 gelang es diesen Kräften, die wichtige Hafenstadt Aden zurückzuerobern. Südjemen und Nordjemen waren (bis zur Vereinigung 1990) ursprünglich eigenständige Republiken. Die saudisch geführte Koalition wird von den USA und auch Großbritannien militärisch unterstützt.

Da diese Unterstützung aber nicht zum Sieg über die Huthis geführt hat, droht die Auseinandersetzung zu einem Abnutzungskrieg zu mutieren, den der Iran und die Huthis besser durchstehen könnten. Daher zeigt Saudi-Arabien neuerdings Bereitschaft zu einem Friedensabkommen. Ob der Jemen dann wieder geteilt wird oder komplett unter die Herrschaft der Huthis fällt, ist ungewiss.


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