Jens Spahn Spitzenkandidat der Berliner CDU? Friedrich Merz unerfreut über Personaldiskussion

Die Berliner CDU hat aufgrund des schwachen Senats von Franziska Giffey (SPD) einen guten Lauf. Doch jetzt bekommt der Berliner CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Kai Wegner die alte Politikweisheit zu spüren: Freund, Feind, Parteifreund. Es geht um die Spitzenkandidatur für die Berliner Neuwahlen im Frühjahr 2023. Diese werden mutmaßlich nach dem Urteilsspruch des Landesverfassungsgericht nötig, nachdem der Vorgängersenat und offenkundig unter Verantwortung des aktuellen Senators für Bau und Stadtentwicklung Andreas Geisel (SPD) katastrophal organisierten Wahl zum Abgeordnetenhaus Berlin.

Kai Wegner, bisher mächtigster CDU-Landespolitiker, droht ein Gegenkandidat um die Spitzenkandidatur. Es soll einen angeblichen Plan von „führenden Bundespolitikern der CDU“ geben, die Jens Spahn als Spitzenkandidaten sehen.

Sofort reagierte der CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz. „Der Vorsitzende der Berliner CDU und Vorsitzende der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Kai Wegner, hat in den letzten zwölf Monaten in Berlin eine hervorragende Arbeit gemacht“, äußerte Merz sichtlich unerfreut über die personellen Entwicklungen innerhalb der CDU „Ich unterstütze Kai Wegner daher mit aller Kraft bei seiner erneuten Bewerbung um das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin.

Teile der Bundes-CDU glauben offenbar nicht an einen Wahlsieg Wegners. Sie sehen lieber Jens Spahn im Berliner im anstehenden Wahlkampf.

Jens Spahn gehört jedoch zu den “Merkelianern”, die seinerzeit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) unterstützten. Spahns Merkelianer-Kollege Bernd Althusmann aus Niedersachsen musste bereits erleben, wie die Wähler mit der CDU-Hinterlassenschaft von Angela Merkel umgehen.

Ferner bleibt abzuwarten, was noch während der Aufarbeitung der Corona-Politik zu Tage tritt. Maßgeblich verantwortlich ist der frühere Bundesgesundheitsminister – eben genau Jens Spahn (“Wir werden uns gegenseitig viel zu verzeihen haben“).

Bei der CDU hat man das Gefühl, sie agiert nach der Devise “Selbstmord aus Angst vor dem Tod“. So reduziert sich der Abstand der Berliner CDU zur SPD. Vielleicht ist das ja auch so gewollt?

Ein Parteitag der Berliner CDU wird im November 2022 den Spitzenkandidaten küren. Alles sieht nach Kai Wegner aus.


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