Kommt jetzt 2G in den Supermärkten?

Das Coronavirus ist weiterhin auf dem Vormarsch. Vor allem die Omikron-Variante breitet sich aktuell schnell in Europa aus. Diesbezüglich trafen die Ministerpräsidenten am 7. Januar 2022 zu einem weiteren Corona-Gipfel zusammen. Dabei wurden einige große Regel-Änderungen für die kommenden Wochen angekündigt, die bei der Eindämmung des Virus helfen sollen.

Doch wie sieht die Situation beim Einkaufen in den Supermärkten aus?

Von den Entscheidungen des Corona-Gipfels ist die Gastronomie ohne Zweifel am schwersten betroffen. Denn während in vielen Etablissements bisher nur die 2G-Regelung galt, wird diese nun bundesweit auf 2G-Plus ausgeweitet. Damit bekommen nur noch Geimpfte oder Genese, die zusätzlich einen negativen Antigentest vorweisen können, Zugang zu Restaurants und Gaststätten. Von der Testpflicht sind dabei lediglich Personen, die bereits geboostert sind, ausgenommen.

Während sich die Gastronomie in Zukunft noch strengeren Auflagen fügen muss, gelten auch nach dem Corona-Gipfel keine neuen Regeln für den Einkauf im Supermarkt. Seit Anfang Dezember 2021 dürfen Ungeimpfte nur noch in Läden des täglichen Bedarfs einkaufen – Supermärkte, Apotheken, Tankstellen und man beachte Modegeschäfte – und diese Regelung gilt auch weiterhin.

Nicht bei allen Geschäften sieht es aber gleich aus: Zwar können Geimpfte wie Ungeimpfte problemlos den Wocheneinkauf bei Rewe, Kaufland und Co. verrichten. Zutritt in das Geschäft gewährt Kaufland seinen Beschäftigten aber nur, wenn sie einen 3G-Nachweis vorlegen können. In München hat jedoch ein Media Markt die 2G-Regel komplett aufgehoben.

Obwohl die 2G-Regelung bereits in vielen Geschäften gilt, fordern Experten, dass sie auch auf Supermärkte ausgeweitet werden. Der Grund: Geschwächte Personen wie Krebspatienten etwa sollen geschützt werden. Vertreter der Krebspatienten äußern schon jetzt: „Ich bin für eine strikte Auslegung der 2G-Regel – auch am Arbeitsplatz oder im Supermarkt. Denn ein Supermarkt ist als Innenraum, an dem viele Menschen zusammenkommen, gerade bei hohen Inzidenzen ein Ort, vor dem Krebspatienten berechtigterweise Angst haben.“ Als Alternative schlagen sie vor, dass sich Ungeimpfte ihre Lebensmittel in Zukunft bringen oder liefern lassen sollten, um den unnötigen Einkauf im Supermarkt zu vermeiden.

Auch wenn die Einführung der 2G-Regelung in Supermärkten sicher viel Gutes mit sich bringen würde, wird sie von großen Unternehmen nach wie vor abgelehnt. Zwar dürfen Einzelhändler in Hessen und Niedersachsen selbst entscheiden, ob sie 2G einführen oder nicht, große Supermarktketten wie Rewe oder Aldi zeigen sich davon jedoch wenig beeindruckt und wollen den bestehenden Corona-Regeln treu bleiben.

An den bisherigen Auflagen – das Tragen einer Maske und das Einhalten eines Sicherheitsabstands – wird sich in Supermärkten in nächster Zeit also wohl nicht viel ändern.


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