Konsequenzen aus der Unverschämtheit Namibias ziehen

Verglichen mit den Briten, Franzosen und insbesondere den Belgiern war die Deutsche Kolonialherrschaft weniger grausam. Ein bedeutender Staatsmann bemerkte einst „nur Lakaien entschuldigen sich“. Wer sich als Lakai aufführt, wird auch so behandelt. Im Kongo ist noch niemand auf den Gedanken gekommen, Forderungen an Belgien zu stellen.

Die ewige Entschuldigerei weckt natürlich Begehrlichkeiten. Jüngstes Beispiel ist Namibia. Die Stämme der Hereros und Namas hatten von 1904 bis 1908 Aufstände gegen die deutsche Kolonialherrschaft durchgeführt. Alleine im Januar 1904 ermordeten gut bewaffnete Kämpfer binnen weniger Tage an die 200 Siedler. Die Aufständischen flüchteten dann in die fast wasserlose Omaheke-Wüste im Osten des Landes, in der viele verdursteten. Die Nachkommen machen nun geltend, mehrere Zehntausend von ihnen seien ermordet worden.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wollte den Hereros und Namas nun 1,1 Mrd. Euro als Entschädigung zukommen lassen. Bundespräsident Steinmeier (gleichfalls Sozialdemokrat, wenngleich ohne Parteibuch) sollte sich als Zugabe für den Völkermord entschuldigen. Ruprecht Polenz (75) von der CDU machte sich dabei als Namibia-Sonderbeauftragter wichtig.

Dann folgte die schallende Ohrfeige: Der Betrag war den Hereros und Namas zu wenig. Sie wollen über 4 Mrd. Euro. Das „Abkommen“ droht nun zu platzen. Hereros- und Namas-Vertreter Zeraeua nennt das Angebot von Deutschland „beleidigend“! Ja wenn man mehr haben kann, warum sollte man mit einer Mrd. Euro nach Hause gehen?

Das bietet Deutschland die Gelegenheit zum Innehalten. Unser Vorschlag: Kein Abkommen, kein Geld sowie Einbestellung des namibischen Botschafters. Und Einstellung aller Entwicklungshilfe an Namibia, die – und das sei in Erinnerung gerufen – in den letzten 20 Jahren auch üppig geflossen sind. Das eingesparte Geld kann angesichts der Corona-Katastrophe in Deutschland besser verwendet werden.


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