Krasser Fund: 350.000 Euro im Ersatzrad

Das Bild zeigt das aufgeschnittene Ersatzrad. Rechteinhaber: Hauptzollamt Koblenz

Sicherlich keinen guten Tag hatte kürzlich ein 37-jähriger Niederländer, der mit seinem Fahrzeug auf der A61 durch Beamte des Hauptzollamtes Koblenz angehalten und kontrolliert wurde. Die Frage der Zöllner nach mitgeführten Betäubungsmitteln oder sonstigen verbotenen Gegenstände verneinte der Mann, gab aber zu, gelegentlich Drogen zu konsumieren. In einem Rucksack, der auf dem Beifahrersitz lag, fanden die Beamten dann 1.300 Euro. Daraufhin versicherte der Niederländer, keine weiteren Barmittel mit sich zu führen. Das aber weckte den Ehrgeiz der Zöllner, die sich das Fahrzeug nun genauer anschauten.

So entdeckten die Ermittler am Ersatzrad, das an der Unterseite des Fahrzeugbodens befestigt war, ungewöhnliche Montagespuren. Da von außen aber nichts zu erkennen war, zogen die Beamten zur Kontrolle ein Röntgenmobil hinzu. Beim Durchleuchten kamen dann “Fremdkörper” in Innern des Reifens zum Vorschein. Der Niederländer gab sich auf Nachfrage immer noch ahnungslos und teilte mit, von dem Inhalt nichts zu wissen. Dann die große Überraschung: Im Ersatzrad befanden sich insgesamt 350.000 Euro Bargeld, teilweise verpackt, teilweise lose.

Dass man Rauschgift im Ersatzrad eines Fahrzeuges findet kommt schon mal vor, aber Bargeld wurde bisher bei uns im Bezirk noch nicht in einem Ersatzrad gefunden“, erklärt der Pressesprecher des Hauptzollamtes Koblenz, Thomas Molitor.

Da die Herkunft des Bargeldes nicht festgestellt werden konnten, wurde das Bargeld sichergestellt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main und des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz (GFG).


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