Krieg in Afghanistan: Aus desolater Außen- und Verteidigungspolitik nichts gelernt

Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt“, sagte am 11. März 2004 der damalige deutsche Bundesverteidigungsminister Dr. Peter Struck. Der Beginn eines inzwischen erkennbar sinnlosen militärischen Kriegseinsatzes in Afghanistan. Ein muslimisches Land, indem schon damals und heute wieder islamistische Religionsfanatiker ihr politisches Unwesen treiben.

Dieser Erkenntnis genau bewusst entschieden die Bundestagsabgeordneten einen afghanischen Auslandseinsatz mit dem Ziel, in diesem archaischen Land die westliche Gesellschaftsordnung zu etablieren.

Unfähig, diese Entscheidung in den Folgejahren durch einen erneuten Beschluss des Deutschen Bundestages zu korrigieren, sorgte die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten dafür, dass 59 Soldatinnen und Soldaten ihr Leben verloren.

Mütter verloren ihre Söhne, Kinder ihre Väter und Frauen ihre Männer. Gleichwohl verloren Väter ihre Töchter, Kinder ihre Mütter und Männer ihre Frauen.

Eine politische und damit kriegerische Hinterlassenschaft einer politisch unglaublichen Fehlentscheidung. Selbst der rechtzeitige Rückzug Russlands aus Afghanistan brachte die in Deutschland politisch verantwortliche Elite nicht zum Handeln und damit zum Beenden des Auslandseinsatzes.

Deutschlands Westbindung verhindert es, von den Russen zu lernen. Deutschlands Amerikaabhängigkeit verneint das objektive und synoptische Denken, Debattieren und Diskutieren. Amerika diktiert und Deutschland folgt – und zwar blind und bar jeder Vernunft.

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, so hat es frei nach Kaiser Wilhelm II den deutschen politischen Eindruck.

Bis zu 47 Milliarden Euro kostete der Afghanistaneinsatz allein die Bundesrepublik Deutschland. Mutmaßlich finanziert aus der Deutschen Rentenversicherung, ähnlich der Deutschen Wiedervereinigung.

Deutschland hinterlässt ein politisch chaotisches Land Afghanistan. Ein großer Teil der afghanischen Bevölkerung fürchtet um sein Leben. Deutschland nimmt tausende aus Afghanistan Flüchtende auf (überwiegend ohne Sicherheitsüberprüfung). An das Jahr 2015 sei an dieser Stelle warnend erinnert.

Was haben die Bundestagsabgeordneten der aktuellen 19. Legislaturperiode aus den Ereignissen rund um Afghanistan und dessen Krieg gelernt? Gar nichts!

Annegret Kramp-Karrenbauer, die derzeitige Bundesverteidigungsministerin, verteidigte jüngst den Bundeswehreinsatz in Mali. Dort befinden sich russische Söldner im Einsatz. Deutsche Soldatinnen und Soldaten fürchten aktuell in dem Land um ihr Leben.

Ein Trauerspiel, das die deutsche Außen- und Verteidigungspolitik abgibt – schlicht desolat.


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