Kriminalstatistik – Attacken gegen Sicherheitsorgane nimmt deutlich zu – Missbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen steigt um 54 Prozent

Viele stellten sich in den letzten Wochen die Frage, wo befindet sich unser Bundesinnenminister? Horst Seehofer war lange abgetaucht. Nunmehr ist er plötzlich präsent und stellte die Kriminalstatistik 2020 vor. Laut Seehofer ist die Zahl der Verbrechen im vergangenen Jahr gesunken. Ein genauer Blick auf die Statistik lohnt sich!

Von einem Verbrechen wird gemäß Wikipedia gesprochen, wenn „ein schwerwiegender Verstoß gegen die Rechtsordnung einer Gesellschaft oder die Grundregeln menschlichen Zusammenlebens verstanden. Allgemein gesprochen handelt es sich um eine von der Gemeinschaft als Unrecht betrachtete und von ihrem Gesetzgeber als kriminell eingestufte und mit Strafe bedrohte Verletzung eines Rechtsgutes durch den von einem oder mehreren Tätern schuldhaft gesetzten, verbrecherischen Akt“.

Die Zahl der von der Polizei erfassten Straftaten ist im Jahr 2020 gesunken. Straftaten sanken nach der Statistik im Vergleich zu 2019 um 2,3 Prozent auf rund 5,31 Millionen Fälle. Zur Ehrlichkeit gehört jedoch dazu, dass es Taschendiebe und Einbrecher in der Coronazeit schwer hatten, ihrer „Tätigkeit“ nachzugehen. Einbrüche in Keller, Speicher und Waschküchen nahmen allerdings zu.

Besonders traurig ist die Entwicklung im Bereich der sexualisierten Gewalt gegen Kinder. Diese stieg im vergangenen Jahr stark an. Es wurden 14.594 Fälle bekannt. Dies entspricht einen Anstieg um 6,8 Prozent. Die Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen stieg sogar um rund 54 Prozent auf 26.739 Fälle.

Im ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr stieg die häusliche Gewalt um rund sechs Prozent und bei Beziehungsgewalt um rund vier Prozent an. Bei den Kategorien Mord, Totschlag, Vergewaltigung und anderen Sexualdelikten verzeichnete die Polizei eine Zunahme von jeweils mehr als drei Prozent.

Die Zahl der körperlichen Attacken gegenüber Sicherheitsorgangen wie etwa den Polizeibeamten oder den Ordnungskräften stieg im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf fast 15.800 Fälle an.

Sicherheitskräfte verdienen Respekt in Deutschland! Kinder und Jugendliche gehören geschützt – Sicherheit und Ordnung gehört auf die politische Tagesordnung!


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