Lehrerimpfung abgesagt – Präsenzunterricht an weiterführenden Schulen sofort stoppen – chaotische Politik beenden

Leider kein Aprilscherz! Die Kultusministerien und Senatsbildungsverwaltungen ziehen am 01. April 2021 das Impfangebot an besonders Beschäftig­te der berufsbildenden Schulen zurück. Verantwortlich dafür sind die diffusen Entwick­lungen rund um das Vakzin des Herstellers „AstraZeneca“. Der politische chaotische Wirrwarr um die Impforgani­sation in Deutschland ist hin­länglich und bekannt. Seit dem 17. März 2021 verdoppelten sich die Inzidenz­werte. 90 Prozent der aktuellen Corona-Fälle sind auf die britische Mutante zurückzuführen. Lehrkräf­te in weiterführenden Schulen sind in der so genann­ten „Prioritätsgruppe 3“ eingestuft und gehören un­verständlicherweise damit nicht zu den systemrelevanten Berufen. Die Kultusverwaltung hält nach wie vor am Präsenzunterricht in weiterführenden Schulen fest. Mehr noch: Schülern wird überlassen, ob sie am Unterricht in der Schule teilnehmen oder diesen von zuhause wahrnehmen. Lehrkräfte werden dabei unberücksichtigt gelassen. Sie haben in der Schule präsent zu sein. Politik spielt mit der Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer – unverantwortlich.

War es der frühere niedersächsische Ministerpräsident und Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Lehrer als „faule Säcke“ titulierte. Diese Sichtweise offenbart sich in diesen Tagen, wenn die Entscheidungen der maßgeblichen Ministerien und Senatsverwaltungen betrachtet werden. Lehrer, ein nicht-systemrelevanter Beruf. Unglaublich, wie gesellschaftlich mit dem für unsere jungen Menschen so wichtigen Berufsgruppe umgegangen wird. Der Lehrer, ein Beruf ohne Lobby – skandalös.

Die Wahrscheinlichkeit, sich in der Schule anzustecken, ist wesentlich höher als je zuvor. Wenn die Schulen offenbleiben sollen, sind klare Regelungen für die Tests zu definieren, einen verbind­lichen Impfweg aufzuzeigen und ein für die Umsetzung erforderliches personelles Unterstützungssys­tem bereitzustellen. Unmissver­ständlich klar muss es sein, dass sich Testunwillige oder nicht getestete Personen in Schulen nicht aufhalten dürfen. Lehrer gehören in der Impfpriorität nach vorne. Da sollte es keine zwei Meinungen geben.

Die zuständigen Kultusverwaltungen versetzen die Lehrkräfte und die Schulorganisation in eine unglaubliche Situation. Sie macht fassungslos. Die weiterführenden Schulen setzen die geforderten Hygieneauflagen zeit­nah und passgenau um. Die Selbsttests wurden an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben. Das Ver­halten der Schülerinnen und Schüler vor und in der Schule ist schwer zu kontrollieren. Das bezieht sich auf das Tragen der Masken, Abstand halten sowie auf die Frage, wie verhalten sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule und umge­kehrt. Darüber hinaus ist der private Umgang mit den zur Verfügung gestellten Test unklar. So können die Tests etwa freihändig verkauft werden.

Konsequentes politisches Handeln im Sinne des Gesundheitsschutzes ist in der aktuellen politisch-chaotischen Zeit gefordert! In den Schu­len kom­men viele Menschen auf engem Raum zusammen. Tests haben unter Aufsicht verbindlich statt­zufinden oder Testbescheinigungen müssen taggenau vorgelegt werden. Erst wenn alle Maßnahmen verbindlich und praxis­tauglich umgesetzt sind, ist ein Präsenzunterricht möglich.

Lehrer-Bashing ist fehl am Platze. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben von unserer Gesellschaft einen besonderen Schutz verdient!


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