Mehr Farbe im Spiel? Mehr Farbe im Tor!

Kennen Sie die „Integrationsforscherin“ Prof. Dr. Tina Nobis von der Humboldt-Universität in Berlin? Sie lehrt „Sport, Integration und Migration“ in der Abteilung Sportsoziologie und promovierte zum Thema „Politische Sozialisationsleistungen von Freiwilligenvereinigungen“. Und Nobis geht der nutzlosesten Tätigkeit nach, die sich denken lässt. Auf der Suche nach diskriminierten Menschen versucht sie sich als Fußballexpertin. Zwar gibt es in der Bundesliga und den darunter existierenden Profiligen reichlich Farbige als Spieler. So sind rund 20 Prozent aller Sportler in den beiden Ligen dunkelhäutig. Das ist weit mehr als im Durchschnitt der Bevölkerung zu finden sind. Allerdings ist Nobis aufgefallen, dass sich unter den 121 Torhütern nicht ein einziger Schwarzer befindet. Nur vier lässt Nobis als „People of Color“ durchgehen.

Dieses „Forschungsprojekt“ ist ein schönes Beispiel dafür, dass Steuergelder im Bildungsressort für vollkommen nutzlose Dinge zum Fenster herausgeworfen werden.

Nobis führt den angeblichen Torwart-Missstand auf „Racial Stacking“ zurück. Ein bislang vollkommen unbekannter Begriff. Sie vermutet, dass Trainer glauben, hellhäutige Fußballer seien spielerisch intelligenter, Schwarze hingegen vor allem athletisch.

In dasselbe Horn bläst Stephan Loboué – aussortierter Torhüter des Zweitligisten Greuther Fürth. Er meint, für bestimmte Positionen würden Farbige erst gar nicht in Betracht gezogen, „weil es dort an schwarzen Vorbildern fehlt“. Loboué weiter: „In Deutschland wird dunkelhäutigen Torhütern mit großer Skepsis entgegengetreten. Ich glaube, man hat mir das dadurch nicht zugetraut.“

David Yelldell, schwarzer Torwarttrainer des Drittligisten SG Dynamo Dresden ist Sohn eines schwarzen US-Amerikaners und hält das für Unsinn: „Ich habe in meiner gesamten Zeit nie erlebt, dass jemand davon abgehalten wurde, auf einer bestimmten Position zu spielen.“

Aber die Debatte ist eröffnet und vor dem Hintergrund der momentanen politischen Lage in Deutschland könnte sie damit enden, dass LINKE und Grüne eine Quote von 50 Prozent fordern und die SPD dann einen Kompromiss unterbreitet, der auf 30 Prozent hinausläuft. Vielleicht könnte Nobis ja dann einen Job beim DFB als Quotenbeauftragte einfordern.


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