Migrantenanteil der Corona-Intensivpatienten hoch – eine politisch ehrliche Diskussion ist zu führen

Bereits im März 2021 titelte die auflagenstarke BILD „HOHER ANTEIL VON INTENSIVPATIENTEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND RKI-Chef: Es ist ein Tabu“. Im Anschluss an diesen Aufmacher schloss sich keine gesellschaftliche Debatte an. Der Inhalt der Nachricht verpuffte. Jetzt im April 2021 legt „Focus-Online“ nach. Dem Beitrag ist zu entnehmen, dass die Infektionswelle besonders Menschen mit Migrationshintergrund trifft. Die Gründe hierfür sind selbstverständlich vielfältig. Eine Rolle könnten sicherlich die Zusammenkünfte von Clan-Familien spielen. Eine sachliche öffentliche Diskussion darüber ist unvermeidlich.

Focus-Online“ berichtet exemplarisch aus einer Kölner Klinik. Dort seien mehr als 55 Prozent der Corona-Patienten solche mit ausländischen Wurzeln. Dort handelt es sich um arabisch, italienisch und osteuropäisch stämmige Patienten. Dieser Anteil überträgt sich ebenso auf die schweren Krankheitsverläufe. Von 56 verstorbenen Menschen verfügt jeder zweite über einen Migrationshintergrund.

Die Kölner Klinik ist nicht singulär zu betrachten. Nach Informationen zahlreicher anderer Kliniken schwankt der Anteil der Patienten mit internationaler Geschichte zwischen 50 und 90 Prozent. In diesem Zusammenhang weist die OECD daraufhin, dass besonders Einwanderer von den gesundheitlichen Folgen der Pandemie betroffen sind. Ursächlich hierfür sei u. a. die Tätigkeit dieses Personenkreise in den Pflegeberufen und sonstigen medizinischen Bereichen, etwa als Ärzte. Zudem bergen die Lebensbedingungen „höhere Infektionsrisiken“. Dabei bezieht sich die OECD-Studie auf die Wohnverhältnisse und ein Dasein in Armut. Der Berliner Senat ergänzt in einer veröffentlichten Expertise: „Je höher der Anteil der Arbeitslosen beziehungsweise Transferbeziehenden in den Bezirken ist, desto höher ist die Covid-19-Inzidenz“. Für den rot-rot-grünen Senat eine spannende Erkenntnis und politische Aussage!

Während die deutsche Lebensbeschreibung eher im Single-Dasein oder in Kleinfamilien zu sehen ist, wird von vielen Menschen mit ausländischen Wurzeln die Großfamilie favorisiert. So ist es nicht verwunderlich, dass sich in vielen Städten Deutschlands Hochzeiten, Trauerfeiern oder religiöse Festivitäten in großer Zahl zeigen und so für mediale Aufmerksamkeit und Unverständnis sorgen.

Zur Ehrlichkeit gehört dazu, dass die zuständigen Behörden selbstverständlich offensiv in der Migrantencommunity informieren und mit diesen in Kontakt treten. Offenbar fruchten diese Bemühungen in Form der Aufklärungskampagne in der Zielgruppe nicht. So werden beispielsweise Corona-Schutzregeln in diverse Sprachen übersetzt und ins Internet gestellt. Viele Menschen mit Migrationshintergrund werden problematischerweise über deutsche Medien nicht erreicht. Diese sehen eher die Programme ihrer jeweiligen „Heimat-Sender“.  Auch Aufklärungs- und Appell-Videos erreichen ihre Zielgruppe nicht.

Hier zeichnet sich ein schwieriges politisches Unterfangen ab. Die Augen vor diesem Problem zu verschließen, ist eindeutig der falsche Weg. Es darf doch erlaubt sein, darauf hinzuweisen, dass sich alle Menschen in Deutschland von sich aus über die für sie geltenden Regelungen in der Coronazeit selbstständig zu informieren haben.

Sich mit dem Argument zurückziehen und behaupten, man hätte von nichts gewusst, kann nicht der richtige Weg sein. Der Lateiner weiß: „Ignorantia legis non excusat“. Der Volksmund übersetzt diesen römischen Satz mit „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Gemäß Paragraf § 17 des Strafgesetzbuches gilt, wem die Einsicht fehlt, Unrecht zu tun, der wird nur dann nicht bestraft, wenn ihm das Unrechtsbewusstsein unvermeidbar fehlte.

Genau diese Unvermeidbarkeit kann in der konkreten pandemischen Situation nicht festgestellt und der Migrantencommunity schützend zugestanden werden. In der Folge haben die zuständigen Behörden jetzt unmittelbar zu sanktionieren. Das beginnt beim Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel ohne Maske, ebenso im Supermarkt, der Deutschen Bahn.

Eine falsch verstandene gutmenschliche linksgrüne Zurückhaltung löst den Hotspot im Umfeld migrantischer Lebensbedingungen in keiner Weise. Hier sollten sich alle ehrlich machen und beherzt, aber konsequent handeln.


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