“Neues Deutschland” macht wohl dicht

Neben der linksalternativen Tageszeitung TAZ könnte auch das frühere SED Zentralorgan Neues Deutschland (ND) bald aus den Auslagen am Kiosk verschwinden. Vor 1990 hatte das Neue Deutschland eine Auflage von über einer Million Exemplaren. Die SED-Nachfolger – erst die PDS, dann die LINKE – trugen und tragen einen guten Teil zum Haushalt des Blattes bei. Die Leserschaft schwindet weiter und damit steigt der Finanzbedarf der Zeitung. In den vergangenen fünf Jahren hat das Neue Deutschland allerdings erheblich an Auflage verloren – von 28.000 auf 18.000 Abonnenten. Der Bundesschatz- meister der Linken, Harald Wolf, erklärte deshalb: „Wir überlegen, die Eigentümerstruktur zu verändern.“ Konkret will die LINKE künftig nicht mehr die Verluste des Neuen Deutschland aus ihrer Kasse übernehmen. Der bisherige Ko-Vorsitzende der Bundespartei, Bernd Riexinger, sagte, man habe »die letzten Jahre dafür gesorgt, dass es das ND noch gibt – und zwar nicht mit besonders wenig Geld«.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi solidarisiert sich ungeniert mit der Linkspostille: „Mit der Drohung, 100 Beschäftigte mitten in der Pandemie Ende des Jahres auf die Straße zu setzen, wird die Linke als Gesellschafterin des ND ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht. Denn gerade in diesen Zeiten ist linker Journalismus wichtiger denn je“. Angesichts des Linksdralls des deutschen Journalismus eine recht eigenartige Sicht der Dinge.


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