Österreich will Steuerzahler um 18 Milliarden Euro entlasten – verkauft wird dies über die CO2-Bepreisung

Bis zum Jahr 2025 sollen die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Höhe von 18 Milliarden Euro entlastet werden. Zum Kreis der so finanziell Bevorteilten zahlen sowohl die Bürgerinnen und Bürger, als auch die Unternehmen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht von einer „ökologischen Trendwende“.

Als zentrales Element, als Herzstück bezeichnet, wird die CO2-Bepreisung hervorgehoben. Diese soll zu einem umweltfreundlichen Verhalten animieren. Das äußerte die Regierungskoalition in Wien, die aus der ÖVP und den Grünen besteht. Das Projekt soll finanzielle Erleichterungen für untere und mittlere Einkommensstufen bringen. Jeder Vollzeitbeschäftigte solle um mindestens 300 Euro pro Jahr entlastet werden.

“Wir haben uns entschieden, eine ökologische Trendwende einzuleiten”, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die Bepreisung des CO2-Ausstoßes soll ab 2022 zunächst bei 30 Euro pro Tonne liegen. Bis 2025 werde der Preis – in Anlehnung an den deutschen Weg – auf 55 Euro angehoben.

Die höheren Preise für Benzin, Diesel und Heizöl will die Regierung in Wien vor allem für Haushalte auf dem Land gestaffelt durch einen “Regionalen Klimabonus” ausgleichen. Für eine Offensive für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen sind 500 Millionen Euro vorgesehen.

Zudem soll der Familienbonus von derzeit maximal 1.500 Euro auf 2.000 Euro pro Kind angehoben werden. Für kleine Einkommen ist geplant, die Krankenversicherungsbeiträge zu senken. Um den Standort Österreich attraktiver zu machen, gibt es laut Ankündigung für Unternehmen eine schrittweise Reduzierung der Körperschaftsteuer von 25 Prozent auf 23 Prozent.


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