„Pandora Papers“: Empörung unnötig? Legales Geschäftsgebaren – Auflagen der Medien steigen – Neidreflex bedient

In den letzten Tagen berichteten gerade die Leitmedien und solche, die den Neidfaktor bedienen, über die so genannten „Pandora Papers“. Hintergrund ist die Nutzung von internationalen Steuerschlupflöchern von über 30 namhaften Persönlichkeiten, darunter auch eine große Zahl von Politikern. Doch eine Frage steht im Raum: Worin besteht die Brisanz, der Skandal, der Grund für die öffentliche Empörung?

Ein weltumspannende Mediennetzwerk, das über 300 Medienvertreter umfasst, u.a. die Süddeutsche und der WDR angehören, deckten den vermeintlichen Skandal auf. Zum Beispiel soll nach den Erkenntnissen aus den Datenleaks „Pandora Papers“ der ehemalige Premierminister Großbritanniens, Tony Blair, steuerlich profitiert haben. Er konnte über diesen Weg die Grunderwerbssteuer einsparen. Dies gelang dadurch, dass ein Unternehmen gegründet wurde, welches ein Offshore-Unternehmen aufkaufte, das Eigentümerin des von Tony Blair und seiner Frau favorisierten Londoner Immobilie war. Schließlich wurde ein Unternehmen und keine Immobilie (speziell kein Grundstück) erworben. Insofern viel keine Grunderwerbssteuer an.

Die sich so meinenden investigativen Journalisten müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie objektiv berichten. Die von ihnen „aufgedeckten“ „Pandora Papers“ als Datenleaks, sind juristisch betrachtet völlig legal. Insofern liegt kein strafrechtliches Verhalten der jetzt öffentlich an den Pranger gestellten Persönlichkeiten vor.

Die Medienvertreter appellieren an den „Neidreflex“ der Menschen, die sich auf dessen Grundlage empören und sich so für das Thema interessiert. Parallel erhöhen sich die Einschaltquoten und die Auflagenzahl. Hierin könnte der wahre Grund der „journalistischen“ Aufarbeitung liegen.


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