Polizeieinsatz in Mannheim: Polizisten suspendiert – Toter litt an Herzschwäche – Vertrauen in die Polizei verlorengegangen

Ein Polizeieinsatz in Mannheim bewegt die deutschen Gemüter. Dort soll nach Angaben von Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft zunächst ein Arzt des Zentralinstituts für seelische Gesundheit Mannheim die Polizei über den 47-jährigen Patienten informiert haben. Der Mann sei hilfsbedürftig. Die beiden Beamten und der Arzt hätten den Mann gesucht und in der Innenstadt entdeckt. Der 47-jährige Mann war am vergangenen Montag nach dem Zusammenbruch zunächst wiederbelebt worden, später aber im Krankenhaus gestorben. Er soll sich den Einsatzkräften widersetzt haben. Der Blaulichtblog berichtete.

Neue Erkenntnisse in dem Fall zeigen, dass an der Leiche nach Angaben des baden-württembergischen LKA Spuren stumpfer Gewalt festgestellt wurden. Diese seien aber „von geringer Intensität gewesen“. Brüche oder Beschädigungen des Gehirns konnten nicht nachgewiesen werden. Damit ist die genaue Todesursache weiterhin unklar.

Bekannt wurde ebenfalls, dass der Gestorbene unter einer Herzschwäche litt (Herzinsuffizienz). Erst in knapp acht Wochen liegt mutmaßlich der finale Obduktionsbericht vor.

Gegen die im Einsatz involvierten Polizeikräfte läuft ein Ermittlungsverfahren. Der Vorwurf lautet auf „Verdacht der Körperverletzung im Amt mit Todesfolge“. Beide Polizisten sind nach Angaben des Mannheimer Polizeipräsidenten Siegfried Kollmar vom Dienst suspendiert. Auch sollen die Polizisten die laut Dienstvorschrift vorgegebene „Bodycam“ im konkreten Einsatz nicht aktiviert haben.

Für den Mannheimer Polizeipräsidenten ist klar, dass das Vertrauen in die Polizei verlorengegangen ist. „Wir werden einige Wochen und Monate brauchen, bis wir Vertrauen zurückgewonnen haben“, sagte Kollmar.

Politisch linke Gruppen machten nach dem Mannheimer Polizeieinsatz einen „Polizeistaat“ aus und organisierten sodann Demonstrationen.


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