Puppen auf Gleise gelegt: Bundespolizei ermittelt Tatverdächtige

Fotomontage; Quelle: Bundespolizeiinspektion Kassel

Was sich Ende Januar als Schockmoment für zwei Lokführer darstellte, endete inzwischen in einem Ermittlungserfolg für die Bundespolizei in Kassel. Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit überführten die Kriminalisten kürzlich einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und einen 22-Jährigen aus dem Hochsauerlandkreis (NRW).

Beide sind dringend verdächtig, in zwei Fällen menschenähnliche Puppen auf den Gleisen deponiert zu haben. Die Lokführer auf den betroffenen Bahnstrecken glaubten jeweils, einen echten Menschen zu überfahren und leiteten daher eine Schnellbremsung ein. Die Bahnbediensteten erlitten beide einen Schock und mussten arbeitsunfähig abgelöst werden.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Bundespolizeiinspektion Kassel führte daher die Ermittlungen wegen des Verdachts eines gemeinschaftlich begangenen “Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr”.

Die erste Tat ereignete sich am 20. Januar im Bereich Marsberg und nur einen Tag später im Bereich Volkmarsen.

Solche Taten, bei denen die Gesundheit anderer Menschen gefährdet werden, sind keine Dummejungenstreiche, sondern gravierende Straftaten!”, sagte die Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel

Den Kriminalisten war es gelungen, zwei Tatverdächtige zu ermitteln. Mehrere Bundespolizisten durchsuchten deshalb im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kassel die Wohnungen der beiden Männer. Dabei stellten die Beamten zahlreiches Beweismaterial sicher, unter anderem auch Gegenstände, die bei der Tatausführung verwendet wurden.

Die Staatsanwaltschaft Kassel hat gegen beide Männer jeweils ein Strafverfahren eingeleitet.


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