Quo vadis Hauptstadt?

In diesem Jahr wird der Deutsche Bundestag neu gewählt. Schon jetzt ist ein positiver Effekt sicher: Eine gewisse ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda wird dem nächsten Deutschen Bundestag nicht mehr angehören. Ein Segen!

Daneben wird am 26. September 2021 gleichzeitig das Landesparlament unserer Deutschen Hauptstadt neu gewählt. Daher ist auch in Berlin der Wahlkampf nunmehr mit der Plakatierung an Laternenmasten und auf Großflächen gestartet.

Nach den letzten fünf Jahren, in denen die SPD mit besonders linkslastigen Grünen sowie der SED-Rechtsnachfolgerin Linke regiert hat, gleicht die Stadt einem Entwicklungsland. Nichts funktioniert mehr. Auf einen Termin beim Bürgeramt wartet man zwischen zwei und drei Monate. Ein Termin zum Heiraten ist – wenn überhaupt – nicht unter vier Monaten zu haben. Logistikunternehmen haben bereits ihre Zentralen aus Berlin in andere Bundesländer verlegt, weil sie ihre Lkw und anderen Fahrzeuge nicht zugelassen oder abgemeldet bekommen. Während bspw. in Bayern innerhalb weniger Tage mehrere hundert Automobile umgemeldet werden können, benötigt man in Berlin annähernd zehn Tage – für ein Fahrzeug.

Hinzu kommen stetig wachsende rechtsfreie Räume, die durch linksextreme Gewalttäter geschaffen werden. Deren Terror verunsichert nicht allein die Anwohner in ihrer Umgebung, bspw. rund um die Rigaer Straße. Auch Unternehmer und Investoren reagieren zunehmend abgeschreckt. Wohl ist der sogenannte Google Campus das bekannteste Beispiel, jedoch ganz sicher nicht das einzige. Die Liste ließe sich nach Belieben fortführen.

Die rot-rot-grüne Koalition und hier insbesondere die SED/PDS/Linke möchte zwar nicht von linksextremer Gewalt sprechen. Diese ist jedoch existent und nimmt jeden Tag zu. So berichtete die WELT eben gerade, dass nach 1.058 einschlägigen Delikten im Jahre 2015 nunmehr 2.137 derartige Straftaten im vergangenen Jahr gezählt wurden, mehr als eine Verdopplung. Für das erste Halbjahr 2021 wurden bereits knapp 800 linksextreme Straftaten registriert. Justiz- und Innensenator kümmern sich derzeit jedoch lieber um einen Leitfaden für gendergerechte Sprache in der Verwaltung. Und Unisextoiletten für die Angehörigen der LGBTQ+-Community sollen eingerichtet werden.

Fassungslos blickt der Autor auf dieses moderne Schilda und fragt sich: „Quo vadis Hauptstadt?“. Ein derartiges Trümmerfeld politischer Gestaltung müsste doch ein Fest für die Oppositionsparteien sein. Noch schlechter als Rot-Rot-Grün in der Hauptstadt kann man gar nicht regieren. Jeder Dritt-Welt-Staat fühlt sich dagegen wie die Schweiz an. Also ein Elfmeter ohne Torwart für CDU, FDP und AfD? Nach einem ersten Blick auf die frisch gekleisterten Wahlplakate kann man an dieser Stelle doch seine Zweifel haben.

So sieht man den mit Inhalten offenbar völlig überforderten Landesvorsitzenden der Berliner CDU, Kai Wegner, inmitten einer Runde von Schornsteinfegern stehen. Dazu liest man den Text „Mein Antrieb: Berlinliebe“. Das mag nett und fröhlich, ja fast ein wenig anrührend klingen. Welche Politik aus dieser recht subjektiven Empfindung folgt, erschließt sich dem Betrachter hingegen nicht. Mit Blick auf die Schornsteinfeger hofft der Autor jedoch inständig, dass Herr Wegner Politik nicht als Glücksspiel und Berlin nicht als Casino betrachtet.

Der Partei- und Fraktionsvorsitzende der FDP, Sebastian Czaja, probiert es immerhin mal mit einigen wenigen Mini-Inhalten. Diese sind in ziemlich verunglückte Wortspielversuche gekleidet wie beispielsweise „Wer sein Auto braucht, darf jetzt nicht links abbiegen“ oder „Weniger Zettel, mehr Wirtschaft“. Eine Partei, die nach eigener Aussage für Freiheit, Grundrechte und Unternehmergeist steht, verzwergt sich selbst.

Bleibt als letzte Hoffnung die AfD. Ein vernünftiger Ansatz immerhin schimmert in dem Grundslogan „Berlin. Aber normal“ durch, soll doch wohl ein Kontrapunkt zu dem allgegenwärtigen Genderismus und LGBTQ+-Unsinn gesetzt werden. Konkrete Inhalte: Ebenfalls eher mau, sieht man einmal von solch plumpen Hinweisen wie „Hier könnte auch der Verkehr fließen“ ab.

Für ein Land, in dem Verwaltung schlicht nicht funktioniert, praktisch keine Industrie mehr vorhanden ist und um das Investoren mittlerweile einen Bogen machen, sind diese Programme allesamt Bankrott-Erklärungen. Wo sind die großen Würfe, wo sind die mutigen Vorschläge, wo sind die revolutionären Ideen? Fehlanzeige, Totalausfall.


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