Ramadan in der Pandemie – Kanzlerin ruft Muslime nicht zum Einhalten der Corona-Regeln auf – steigen die Infektionszahlen?

Vom 13. April bis 12. Mai 2021 findet auch in Deutschland der so genannte Ramadan statt. Dieser repräsentiert den Fastenmonat des Islam. Er endet mit dem Fest des Fastenbrechens, dem Zuckerfest. Während des Fastenmonats sollen die Gläubigen tagsüber nicht essen oder trinken, nicht rauchen und keinen Sex haben.

Der Ramadan beginnt traditionell im neunten Monat des Mondkalenders, wenn die schmale Mondsichel nach dem Neumond wieder am Himmel zu sehen ist. Der Zeitpunkt kann deshalb von Land zu Land variieren, in manchen Ländern beginnt der Fastenmonat erst am heutigen Mittwoch.

In einem Grußwort zum Ramadan äußert die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel u. a.: „Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien alles Gute und natürlich Gesundheit! Möge der Ramadan trotz der widrigen Umstände eine friedvolle Zeit der inneren Einkehr und der gegenseitigen Stärkung für Sie sein!“.

Leider finden die Corona-Schutzregeln im Grußwort der Kanzlerin keinen Raum. Nachweislich sind es genau diese Regeln, die in der muslimischen Community kaum eingehalten werden. Begründet wird dies mit „kommunikativen Barrieren“ und der Tatsache, dass in diesen Kreisen kaum deutsche, sondern ihre Heimatmedien gesehen werden.

Parallel existieren auf manchen Corona-Intensivstationen bis zu 90 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund. Sinnvoll wäre es gewesen, in einem Grußwort zum Ramadan auf das Einhalten der besonderen Corona-Regeln in Zeiten hoher Inzidenz hinzuweisen. Ferner wäre es wünschenswert, den konkreten Hotspot bei Muslimen zu thematisieren, um dauerhaft die hohen Infektionszahlen zu senken. Es bleibt das Geheimnis von Frau Dr. Merkel, weshalb sie dieses so wichtige Thema für die Gesundheit der Menschen in Deutschland bei diesem wichtigen Anlass ausgespart hat.

Im Pandemie-Ramadan soll grundsätzlich zuhause gebetet werden und nicht in der Moschee. Treffen in großen Gruppen, wie sie während des Ramadan normalerweise stattfinden, sind verboten. Zudem gelten zum Teil nächtliche Ausgangssperren. Insgesamt sind die Corona-Auflagen aber weniger streng als im vergangenen Jahr, wo Moscheen auch während des Ramadan meist komplett schließen mussten. Insgesamt leben weltweit rund 1,9 Milliarden Muslime.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Infektionszahlen im Ramadan entwickeln.


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