Syrien: Russen und Syrer bereiten Rückkehr der Flüchtlinge vor – kehren die in Deutschland befindlichen Syrer jetzt in ihre Heimat zurück?

Russland und Syrien trafen sich in Damaskus, um bei dem gemeinsamen Treffen ihrer ministeriellen Koordinierungsausschüsse über die Rückführung von syrischen Flüchtlingen zu beraten. An der Veranstaltung beteiligten sich ebenso Vertreter der Vereinten Nationen, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und anderer humanitärer Organisationen.

Vor 10 Jahren begann die von brutaler Gewalt aufgeladene Rebellion gegen die staatliche Existenz Syriens.  In der Folge flohen rund 5,6 Millionen Syrer ins Ausland. Aufnehmende Länder waren die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien, Ägypten und Irak. Von dort aus brachen die Menschen nach Europa – speziell und favorisiert nach Deutschland – auf.

Präsident Baschar al-Assad empfing die russische Delegation unter der Leitung von Russlands Sonderbeauftragten für Syrien, Alexander Lawrentjew, um an diesem gemeinsamen regelmäßigen Treffen der syrischen und russischen Koordinierungsgremien zur Rückführung von Flüchtlingen in Damaskus teilzunehmen.

Die Teilnehmer diskutierten über die freiwillige Rückführung syrischer Flüchtlinge sowie weitere Schritte zur Wiederherstellung des Friedens in dem vom Krieg zerrütteten arabischen Land. Der syrische Minister für örtliche Verwaltung und Umwelt Hussein Makhlouf berichtete, dass dank der Bemühungen der syrischen Regierung auf der Grundlage einer Anordnung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sowie seines russischen Amtskollegen Wladimir Putin bereits Hunderttausende Syrer in ihre Heimat zurückgekehrt seien.

Erst jüngst konnten syrische Gebiete aus der vorherigen Beherrschung durch vom Ausland geförderte Terrorgruppen befreit werden. Zu diesen zählen die USA und die Türkei. Dies führte dazu, dass die Infrastrukturen in den Gebieten wiedergestellt wurden.

Russlands Sonderbeauftragter für Syrien Lawrentjew sagte: „Die gemeinsamen Bemühungen der beiden Ausschüsse hätten bisher mehr als 2,35 Millionen Bürgern geholfen, in ihre Heimat zurückzukehren, darunter 1,37 Millionen Binnenflüchtlinge und mehr als 947.000 Flüchtlinge aus dem Ausland.

Das wichtigste Hindernis für den Wiederaufbau Syriens nach dem Krieg sei die fortdauernde Besetzung syrischer Gebiete durch ausländische Streitkräfte. Dies führt zur Plünderung der Bodenschätze der Arabischen Republik Syrien und zur Verschärfung von Konfliktherden in der Region.

Spannend bleibt die Frage, ob die nach Deutschland in den Jahren ab 2015 geflüchteten Syrer nunmehr den Weg in ihre Heimat antreten. Dort werden sie schließlich für den Aufbau des Landes benötigt.


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