Schalke 04 droht der Abstieg

Existenzbedrohend wirkt sich die politische Korrektheit auf den Bundesligisten Schalke 04 aus Gelsenkirchen aus. Das Gründungsmitglied der Bundesliga war seit 1991 laufend in der Bundesliga vertreten. Jetzt ist der Verein vom Abstieg bedroht. Das hat vornehmlich politische Gründe. Schalke ist im Ruhrgebiet eine Lebensanschauung fast schon einer Religion gleich. So findet der Verein immer wieder wohlhabende Mäzene, die ihre Millionen in den Verein pumpen. Aktuell ist – oder besser war – das Clemens Tönnies. Er ist Geschäftsführer der B. & C. Tönnies Fleischwerk GmbH & Co. KG (heute Tönnies Holding), einer der größten Fleischproduzenten Europas. Das US-Magazin Forbes kam auf ein Vermögen von etwa schätzte 1,4 Milliarden Euro. Er ist damit auf Platz 85 der wohlhabendsten Deutschen. Wie viele Millionen Tönnies dem Verein aus Gelsenkirchen gegeben hat, weiß er vielleicht selbst nicht einmal.


Zum russischen Präsidenten Wladimir Putin soll Tönnies ein gutes Verhältnis pflegen. Schalkes bisheriger Hauptsponsor ist die russische Gazprom. Dann kam der Tag, an dem alles anders wurde: Tönnies hielt im August 2019 beim „Tag des Handwerks“ einen Vortrag zum Thema „Unternehmertum mit Verantwortung – Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung“. Darin forderte er, dass man statt höherer Steuern lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren solle. Seine Begründung dafür: “Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.”


Während Claudemir Jerônimo Barreto und Gerald Asamoah (beides deutsche Nationalspieler mit Migrationshintergrund) und die beiden SPD-Politiker Christine Lamprecht (Bundesjustizministerin) und Dagmar Freitag versuchten, moralisch über Tönnies „zu Gericht zu sitzen“, fand er in Sigmar Gabriel (SPD) und Wolfgang Kubicki (FDP) Verteidiger. Günter Nooke (CDU, persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin) und Schalkes Trainerlegende, der Niederländer Huub Stevens, traten gleichfalls für Tönnies ein. Dieser ließ allerdings seinen Posten als Aufsichtsrat von Schalke ruhen und trat schließlich sogar zurück. Die Stichwortgeber der politischen Korrektheit schnüffeln herum, ob Tönnies vielleicht heimlich, ohne Einfluss auf den Verein nehmen zu wollen, Schalke Geld zukommen lässt. Das gelte es zu verhindern.


Das Ende vom Lied: Schalke 04 hat jetzt 200 Millionen Euro Schulden und steht auf einem Abstiegsplatz. Gazprom hat angekündigt, im Falle des Abstiegs den Sponsorenvertrag zu kündigen. Damit würde dem Traditionsverein nicht nur der Abstieg, sondern die Vereinsauflösung in Folge einer Insolvenz drohen.


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