Schlachtpferde sichergestellt – Anzeige gegen Rumänen

Gestoppter Tiertransporter

Regelrecht hineingepfercht in einen viel zu kleinen Transporter – so war der erste Eindruck einer Streifenwagenbesatzung, als bei einem kontrollierten Transporter am Freitag auf dem Parkplatz “Grüntal” an der BAB 44 die Ladeklappe herunter gelassen wurde: Vier Pferde auf dem Weg in die Niederlande – aber bitte nicht so!

Einer Streifenwagenbesatzung fiel gegen 16.45 Uhr der extrem ungepflegte Transporter Iveco auf der BAB 44 zwischen Werl und Unna in Fahrtrichtung Dortmund auf. Sie entschlossen sich, das Fahrzeug zu kontrollieren und lotsten den Kleintransporter auf den Parkplatz “Grüntal”. Als die beiden rumänischen Staatsangehörigen die Ladeklappe öffneten, waren die Beamten erschrocken.

Insgesamt vier abgemagerte und mit leichten Verletzungen versehene Pferde waren auf der Ladefläche “untergebracht”. Befragt, was es mit den Tieren auf sich hat, gaben die beiden Rumänen an: Sie seien seit 10 Stunden (!) unterwegs und transportieren die Pferde von Rumänien bis in die Niederlande, dort sollen sie der Schlachtung zugeführt werden.

Die Streifenwagenbesatzung tat das einzig Richtige: Sie zog die zuständige Veterinärin des Kreises Unna hinzu und stellte die Pferde sicher. Eine kurze Fahrt gab es jedoch noch und zwar auf eine Fahrzeugwaage: Das Ergebnis: Überladung um 40 % und die dementsprechende Anzeige für den Fahrer. Im Anschluss daran konnten die Pferde in einen vernünftigen Transporter umgeladen werden und sind derzeit artgerecht untergebracht.

Strafrechtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden geprüft.

Gestoppter Tiertransporter, Foto-Quelle: Polizei


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