Schwere Ausschreitungen in Dresden: 185 Polizeibeamte verletzt

Anlässlich des letzten Saisonheimspiels der SG Dynamo Dresden ist es gestern in der sächsischen Landeshauptstadt zu schweren Ausschreitungen zwischen Fußballanhängern und der Polizei gekommen. Die Straßenschlachten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

Etwa 4.000 Fußballfans, davon ca. 500 gewaltbereite, versammelten sich rund um das Dynamo-Stadion, um den Aufstieg ihrer Mannschaft in die zweite Bundesliga zu feiern. 1.100 Polizisten waren im Einsatz, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Am Nachmittag bewarfen Gewaltbereite unvermittelt Polizeibeamte und deren Fahrzeuge mit Pyrotechnik. Dabei versuchten die Angreifer auch die Polizeiabsperrung in Richtung Stadion zu durchbrechen. Auch an anderen Orten wurden Beamte mit Böllern, Fladchen und Steinen beworfen.

Insgesamt wurden 185 Einsatzkräfte verletzt. 30 Beamte mussten ihren Dienst abbrechen, elf Polizeibeamte wurden in Krankenhäusern behandelt. 40 Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, 32 Straftaten wurden eingeleitet, darunter wegen Beleidigungen, Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzungsdelikte und schweren Landfriedensbruch.

„Die erschreckenden Szenen rund um das Rudolf-Harbig-Stadion haben gezeigt, dass die Deeskalationsstrategie der Polizei nur dann funktioniert, wenn beide Seiten das auch wollen. Wir haben bis 15:30 Uhr ganz klar auf Kommunikation gesetzt. Als dann aber mindestens 500 Gewaltbereite unsere Polizeibeamten im Großen Garten unvermittelt und massiv mit Pyrotechnik, Flaschen sowie Steinen angriffen, fand diese Strategie zwangsläufig ihr Ende. Es ist bedauerlich, dass der sportliche Erfolg der SG Dynamo Dresden von diesen bestürzenden Bildern überschattet wird“, so Polizeipräsident Jörg Kubiessa, Leiter der Polizeidirektion Dresden.


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