Seehofer: Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gescheitert – ein Schlag ins Gesicht der deutschen Streitkräfte der letzten 20 Jahre

Rückblickend ist der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gescheitert. Zu dieser Erkenntnis gelangt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Der Bundesinnenminister sagte der „Augsburger Allgemeinen“, Ziel sei es gewesen, die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern und Stabilität in das Land zu bringen. Das sei nicht gelungen.

Seehofer verteidigte die Entscheidung für den Einsatz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die Motivation für den Einsatz in Afghanistan sei damals berechtigt gewesen. Ein erneutes militärisches Eingreifen am Hindukusch schloss der Minister aus.

Diese Aussage zeigt die Geringschätzung der Soldatinnen und Soldaten ein auf das andere Mal. Die Bundeswehrsoldaten waren über 20 Jahre im Krieg in Afghanistan.

Der Kriegseinsatz in Afghanistan kostete 59 Soldatinnen und Soldaten das Leben. Zahlreiche Streitkräfte haben mit den Folgen des Krieges zu kämpfen. Sie sind gesundheitlich zum Teil schwersttraumatisiert.

Die Aussage des Bundesinnenminister Seehofers (CSU) verdeutlicht den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Soldaten erneut, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee eine Armee ohne Parlament ist.

In Erinnerung sei an dieser Stelle gerufen, dass die 264 zurückgekehrten Soldatinnen und Soldaten am 30.06.2021 in Wunstorf von keinem politischen Verantwortlichen (Verteidigungsministerin, Parlamentarische Staatssekretäre, Wehrbeauftragte, Bundestagspräsident, Bundeskanzlerin oder den Bundespräsidenten) willkommen geheißen wurden. Ein Geringschätzung der Bundeswehrangehörigen ohnegleichen.


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