„Sozialstaat“ DDR

Die LINKE beklagt eine soziale Schieflage in Deutschland. Dabei trug diese Partei – damals noch unter dem Namen SED – im Ostteil unseres Landes politische Verantwortung.

Die Sozialleistungen in der DDR hinkten denen in der Bundesrepublik Deutschland weit hinterher. Besonders krass war die Benachteiligung der „Normalrentner“. Besser ging es nur denen, die eine Sonder- oder Zusatzversorgung hatten. Nur auf dem Gebiet der Familienpolitik übertrumpfte die DDR die Bundesrepublik deutlich: Bei Eheschließung gab es einen Ehekredit von 5.000 Mark. Bei der Geburt von Kindern entfiel die Rückzahlungsverpflichtung. Kinderkrippen und Kindergärten waren kostenlos. Die Betreuung war vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden gewährleistet. Lediglich für die Kinderspeisung wurde ein geringer Beitrag erhoben.

Der Schwangerschaftsurlaub wurde bis zum Jahr 1976 von 18 auf 26 Wochen bei voller Zahlung des Nettodurchschnittsverdienstes erweitert. Weitere 1.000 Mark wurden als Geburtsbeihilfe gezahlt. Ab 1958 wurde in der DDR ein staatliches Kindergeld gezahlt. Im Westen gab es zwar schon ab 1954 Kindergeld – aber erst ab dem dritten Kind. Erst 1975 wurde in der Bundesrepublik ein Kindergeld ab dem ersten Kind gezahlt. Auch die knappen Neubauwohnungen wurden Eltern mit Kindern vorzugsweise zugewiesen. Mit der Gleichstellung der Frau in der DDR war es nix. Im Politbüro der SED saß in den 40 Jahren des Bestehens der DDR nicht eine einzige Frau. Unter den Funktionären in den Bezirksleitungen der SED waren 1984 nur 4 Prozent Frauen.

Die sozialen Verhältnisse in der DDR waren so toll, dass die Menschen im Herbst 1989 auch deswegen das SED-Regime wegdemonstrierten. Heute will die LINKE neue politisch-soziale Experimente in unserem Land durchführen.


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen zu "„Sozialstaat“ DDR"

Hinterlasse einen Kommentar