SPD und Kommunisten diffamieren Nazi-Opfer

Wer in Berlin zu Lebzeiten hervorragende Leistungen mit engem Bezug zur Hauptstadt erbracht oder sich durch sein überragendes Lebenswerk um die Stadt verdient gemacht hat, der kann nach seinem Ableben mit einer Ehrengrabstätte gewürdigt werden. In ganz Berlin befinden sich mittlerweile mehr als 500 solcher Gedenkstätten, unter anderem für Egon Bahr, Johannes Rau, Willy Brandt oder Harald Juhnke.

Wem ein Ehrengrab zuteil wird, entscheidet der Berliner Senat. Die Kosten für die Grabpflege, die Instandhaltung der Ehrengrabstätte und des Grabmals trägt hingegen das zuständige Bezirksamt.

Im bürgerlich geprägten Bezirk Zehlendorf-Steglitz befindet sich der Parkfriedhof Lichtenfelde, der einige Ehrengrabstätten vorweisen kann, unter anderem auch die des letzten Reichskanzlers der Weimarer Republik, Kurt von Schleicher.

Dieses Ehrengrab ist nun ins Visier von SPD und LINKEN geraten, die in der Bezirksverordneten- versammlung in der Opposition sitzen. Ganz offensichtlich will man sich mit diesem Thema politisch profilieren. Beide Parteien wollen den Gedenkort bei Fristablauf im August „auslaufen“ lassen. Der Vertreter der Postkommunisten, Gerald Bader sieht den Geehrten von Schleicher sogar als „einen von mehreren überaus prominenten Steigbügelhaltern des deutschen Faschismus“.

Noch 1978 hatte der Berliner Senat das ganz anders beurteilt: Kurt von Schleicher war der letzte Reichskanzler der Weimarer Republik und versuchte Hitler mit einer sogenannten Querfront zu verhindern. Letzterer ließ ihn 1934 im Zuge des sogenannten Röhm Putsches von der SS ermorden. Für Baders Partei, die selbst die Demokratie der Weimarer Republik bekämpfte und sogar in Berlin einen BVG-Streik gemeinsam mit der NSDAP durchführte, scheinen Widerstandskämpfer gegen Hitler nur dann respektiert zu werden, wenn sie die „richtige“, nämlich linksextreme Gesinnung haben. Von dem BVG-Streik gibt es übrigens ein schönes Foto, das Walter Ulbricht gemeinsam mit Dr. Josef Goebbels zeigt.

(Foto-Quelle: Von OTFW, Berlin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15407362)


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