Spielt der Begriff „Papa“ heute noch eine Rolle – Deutschland als Land der familiären Beliebigkeit – Droht unsere Gesellschaft auseinanderzufallen?

Die Familienverhältnisse ergeben sich aus den gesellschaftlichen und den sozialökonomischen Verhältnissen. Diese Verhältnisse haben sich im Laufe der Jahrhunderte und damit über Generationen erheblich gewandelt. Beispielsweise verhält sich das Familienleben im Sozialismus anders als im Kapitalismus.

Wladimir Illjitsch Lenin (1870 – 1924) definierte die Familie „als kleinste Zelle der Gesellschaft“. So bilden klassisch die heterogenen Familien aus Mann, Frau und Kind das Konstrukt der Familie. Die Familie als Grundlage für ein funktionierendes Gemeinwohl, für eine lebendige und sich entwickelnde Gesamtgesellschaft.

Auch im 21. Jahrhundert steht die „Familie“ definitorisch auf dem Prüfstand. Heutzutage bestimmen sich verheiratete und unverheiratete Paare mit Kindern, Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen, „Patchwork-Familien“ und „Ein-Eltern-Familien“, Stieffamilien und „Regenbogenfamilien“. 

Gerade in „Patchwork-Familien“ (deine Kinder, meine Kinder, unsere Kinder) wird den Kindern gegenüber eine „heile-Welt-Familie“ vorgespielt. Der biologische Elternteil wird mit dem neuen Partner harmonisiert und plötzlich werden diese Familienmitglieder mit der beispielsweise zu recht titulierten „Mama“ mit dem neuen Partner „Papa“ begrifflich belegt. Biologisch ein völliger Unsinn, denn der biologische (leibliche) Vater ist neben dieser „heile-Welt-Familie“ existent.

In diesen Familienkonstellationen werden Kinder irritiert, es werden familienhistorische Begrifflichkeiten pervertiert, um ein „normales Zuhause“ abzubilden, vorzugaukeln und zu spielen. Tatsächlich verhält sich die Lebenswirklichkeit jedoch anders. Die Kinder in solchen Konstellationen haben so Orientierungsschwierigkeiten, gerade im Vergleich zu anderen Lebensformen, wie etwa der klassischen Familie aus gelebten „Mutter-Vater-Kind-Beziehungen“.

Die Diskussionen zwischen den irritierten Kindern und dem leiblichen Vater sind so vorprogrammiert. Es fällt den Kindern häufig schwer, sich in diesem Beziehungsgeflecht zurechtzufinden und zu positionieren.

Erzieher, Eltern, Lehrer, Sozialpädagogen sowie Psychologen schwurbeln sich sprachlich sozialromantisch durch das Familiengewirr ohne klar eine gesellschaftlich normierte Struktur zu geben. In Deutschland ist alles möglich, in Deutschland ist alles bunt, in Deutschland ist plural – die Ehe für alle.

Wird ein konservatives Familienbild herangezogen, das sich aus den christlichen Grundlagen unserer Gesellschaft ergibt, fühlen sich rasch anders familiär Lebende diskriminiert. Diese Diskriminierung brachte in der laufenden Legislaturperiode die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zum politischen Handeln.

Das Familienministerium gibt in diesen familiären LGBTQ+Situationen den Tipp aus: „[…] sollten in Formularen auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten. Empfehlung: Nicht mehr „Mutter“ und „Vater“ schreiben, sondern nur noch „Elternteil 1“ und „Elternteil 2.

Das Ministerium hat faktisch für alle Fälle vorgesorgt. Ist dies aber notwendig und ist es Aufgabe der Bundesregierung? Der gesetzliche Schutz vor Diskriminierung ist sicherlich richtig und wichtig. Dennoch sollte aber die Erziehung des Menschen bis ins kleinste Detail nicht Aufgabe der Regierung sein.

Deutschland und seine Gesellschaft drohen mangels Existenz der „kleinsten Zelle der Gesellschaft“ auseinanderzufallen. Deutschland und seine Familien fallen einer „definitorischen Beliebigkeit“ zum Opfer. Diese Entwicklung wird gravierende Konsequenzen zeitigen. Diese zeigen sich bereits heute.

Wagen wir ein konservatives Familienbild, um unseren Kindern Beispiel, Orientierung und Perspektive zu geben. Für alle weiteren Familienkonstellationen sei der preußische König Friedrich II. („Der alte Fritz“) an dieser Stelle zitiert: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen zu "Spielt der Begriff „Papa“ heute noch eine Rolle – Deutschland als Land der familiären Beliebigkeit – Droht unsere Gesellschaft auseinanderzufallen?"

Hinterlasse einen Kommentar