„Stromblackout“ drohte in Europa – Strompreise steigen – wann findet eine offene Diskussion statt?

Ein Blick auf die Stromrechnung reicht aus um festzustellen, wie in den letzten Jahren kontinuierlich die Kosten und Preise angestiegen sind. Die Debatte um neue On- und Offshore Windanlagen sowie weiterer zu den Erneuerbaren Energien zählenden Technologien sowie die damit in den letzten Jahren getroffenen politischen Entscheidungen führen zu den hohen Preissteigerungen im Energiebereich. Die seit dem 01. Januar 2021 geltende CO2-Abgabe trägt überdies zu weiteren Kostenerhöhungen bei.

Die grüne Diskussion um den Klimawandel, Klimaschutz sowie dem finalen Klimaschutzgesetz tragen weiterhin zu negativen Entwicklungen in Hinblick auf den Strompreis bei. Das politische Ziel muss es in dem Kontext sein, für eine stabile Versorgung der deutschen Volkswirtschaft, aber auch darüber hinaus zu sorgen.

Die Energieversorgung in Europa und folglich ebenso in Deutschland ist in keiner Weise sicher. So schrammte Europa in dieser Woche schon zum zweiten Mal im Jahr 2021 an einem „Blackout“ vor, also einem kollektiven Stromausfall. Der erst Fall passierte im Januar und der zweite am 17.05.2021.

Im Europäischen Stromnetz kam es zu einem kurzzeitigen Abfall der Netzfrequenz. Offiziell sei zu keinem Zeitpunkt die Systemsicherheit gefährdet gewesen. Im Januar hatte die Überlastung einer Umspannanlage in Kroatien eine Kettenreaktion ausgelöst. In der Folge war das europäische Stromnetz in zwei Teile gespalten. In Frankreich und Italien waren zur Stabilisierung des Stromnetzes industrielle energetische Großverbraucher automatisch abgeschaltet worden.

Am Montag habe es in Polen Probleme mit der Stromeinspeisung gegeben. Der Frequenzabfall habe nur wenige Augenblicke gedauert. Eine Trennung des europäischen Netzes wie bei dem Vorfall im Januar habe es nicht gegeben.

Technisch entsteht ein „Blackout“, wenn die Frequenz im Wechselstromnetz in Kontinentaleuropa von 50 Hertz nicht unter- oder überschritten wird. Es darf der Wert von 49,8 Hertz nicht unter- und 50,2 Hertz nicht überschreiten. Sinkt oder steigt die Frequenz im Netz zu stark, beeinflusst dies die Funktion zahlreicher elektrischer Geräte. Bei größeren Abweichungen greifen die Übertragungsnetzbetreiber zu Gegenmaßnahmen. Amprion als Übertragungsnetzbetreiber übt dabei eine Koordinationsaufgabe aus.

Insgesamt sollte die Politik sich ehrlich machen und die Bürgerinnen und Bürger offen gegenübertreten. Dazu gehört es, politisch aktiv die Energieversorgung bezahlbar für die Zukunft und die Menschen in Deutschland sicherzustellen. Das Denken, der Strom kommt ja aus der Steckdose, reicht im Bundestagswahlkampf nicht aus. Die Menschen kontrollieren und nehmen die Entwicklung des Energiepreises auf Ihrer Stromrechnung wahr.


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