TATORT? Klassenkampf!

Foto: Rechtsanwalt Markus Roscher-Meinel

Im TATORT ist der mordende Täter meistens ein alter weißer Mann. Im Idealfall kann ihm noch eine rechte Gesinnung nachgewiesen werden. Die Ehefrau des „Bilderberger-Konferenz-Besuchers“, Maria Furtwängler, und ihre KollegInnen machen das schon. Das gehört eben zur Willkommenskultur, die uns der mit Zwangsgebühren finanzierte Staatsfunk täglich propagiert.

Gelegentlich werden aber auch andere Felder der Volkspädagogik beackert: Die „Schwarzwald-Kommissare“ Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) betraten am vergangenen Sonntag sogar die Ebene des marxistischen geistigen Bürgerkrieges: „Eigentum ist Diebstahl“ …na und Erben dann natürlich auch. Deswegen ist es nur recht und billig, wenn die beiden Kommissare in der Tatortfolge philosophische und politische Betrachtungen über das Erbrecht im Allgemeinen anstellen: “Viel erben doch nur die, die vorher schon viel hatten und nie was dafür tun mussten. Und die, die nicht viel erben, die wohnen bei den Erben zur Miete oder putzen denen die Villa.” So trägt die Folge dann auch den Titel: „Was wir erben“.

Die Story ist schnell erzählt: Die 78-jährige Schokoladenfabrikantenwitwe Elisabeth Klingler – es wird kein Klischee ausgelassen – lebt ihre Homosexualität aus. Ihre aus Polen stammende Pflegerin Elena Zelenko wohl auch. Beide surfen damit auf der vom Staatsfunk präferierten Zeitgeistwelle. Also heiraten die Damen, was die Kinder der Schokoladenkönigin natürlich verärgert, weil ja nun Elena und nicht der eigene Nachwuchs erbt. Dann der Krimi: Erst stirbt die Königin, schließlich ihre Betreuerin. Und wer war nun der Täter?

Das gesellschaftliche Anliegen, das der Staatsfunk transportieren will? – Die von den EU-Kommissaren und Kanzlerin Merkel aufgetürmten exorbitanten Schulden müssen ja irgendwie und irgendwann beglichen werden. Franziska Tobler und Friedemann Berg wissen auch schon, wer die Zeche zahlen soll: Die Erben.

Der TATORT ist noch bis zum 25. Oktober 2021 in der Mediathek des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abrufbar.

Ein Gastbeitrag von Markus Roscher-Meinel. Er ist Fachanwalt für Erbrecht und Strafrecht.


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