Terroranschlag in Hamburg vereitelt – weiterhin gefährliche Islamisten in Deutschland

In Hamburg wurde ein islamistischer Terroranschlag verhindert. Am 26. August 2021 wurde laut Innensenator Andy Grote (SPD) einen 20 Jahre alten Deutsch-Marokkaner von der Polizei verhaftet. „Wir haben es hier mit einem sehr, sehr ernsthaften Vorgang zu tun“, so der SPD-Politiker. Der vereitelte Anschlag soll an die Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnern.

Der Marokkaner hatte versucht, im Darknet eine russische Makarow-Pistole mit 50 Schuss und eine Handgranate zu erwerben. Dabei kamen ihm Ermittler auf die Spur. Im Rahmen der Übergabe auf einem Parkplatz eines Schnellrestaurants in Hamburg konnten Einsatzkräfte den mutmaßlichen Attentäter dingfest machen. Er sitze seitdem in Untersuchungshaft in Hamburg.

Der Vater des Festgenommenen gilt in Hamburg als „seit langem bekannter Islamist“. Sein 20-jähriger Sohn tat es ihm offenbar gleich. So soll der marokkanische Vater mitverantwortlich für Treffen in der Al-Quds-Moschee gewesen, in der die Anschläge vom 11. September 2001 um Mohammed Atta trafen.

Der Straftatvorwurf gegen den 20-Jährigen lautet auf versuchte Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der versuchte Erwerb einer Kriegswaffe. Es droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren, nach Erwachsenenstrafrecht. Der mutmaßliche Täter schweigt aktuell beharrlich.

Im Zuge der sich anschließenden Ermittlungen, u.a. eine Wohnungsdurchsuchung, konnte die Polizei Chemikalien für den Bau eines Sprengsatzes sichern. So befanden sich darunter ein Kilogramm Kaliumnitrat, ein Kilogramm Schwefel und ein halbes Kilo Holzkohlestaub sowie mehrere Hundert Schrauben und Muttern. Diese „Zutaten“ sind dazu geeignet, eine Bombe zu produzieren, die erhebliche und/oder sogar tödliche Verletzungen zur Folge haben könnte.

Hinweise darauf, wann und wo der Beschuldigte den Anschlag mutmaßlich verüben wollte, liegen noch nicht vor. Ebenso ist unklar, ob Mittäter existieren. Der Fall zeigt, dass es in Deutschland noch gefährliche Extremisten gibt.


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