Tickende Zeitbomben auf unseren Autobahnen: Immer mehr Bußgelder gegen ausländische Brummi-Fahrer

Anhänger-Brand BAB 62

Wie gefährlich sind unsere Autobahnen wirklich? – Gemessen an den verhängten Bußgeldern wegen gravierender Verkehrsverstöße kann man nur konstatieren: Lebensgefärlich! Denn insbesondere ausländische Brummis werden zu tickenden Zeitbomben.

Im vergangenen Jahr das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Bußgelder gegen LKW-Fahrer in Höhe von 13,3 Mio. Euro verhängt. Das teilte die Bundesregierung mit. Davon entfielen 12,77 Millionen Euro auf ausländische Brummi-Kutscher. Lediglich 260.939 Euro mussten deutsche LKW-Fahrer für Verstöße gegen die Ladungs- oder Verkehrssicherheit der LKW oder gegen die Lenk- und Ruhezeiten bezahlen. Im Jahr 2016 betrug das Verhältnis noch 8,87 Millionen Euro (ausländische LKW-Fahrer) zu 529.235 Euro (deutsche Brummi-Kutscher).

Die stark gestiegene Zahl der Bußgelder macht eines sehr deutlich: Deutschland als Transitland wird immer häufiger von verkehrsunsicheren ausländischen Stück- und Gefahrenguttransportern durchquert. Insbesondere die Autobahnen sind deshalb ein Risiko für jeden Autofahrer!

Einige Beispiele dafür, was sich auf unseren Autobahnen an „tickenden Zeitbomben“ täglich bewegt:

Die Polizei Koblenz staunte nicht schlecht, als sie auf der BAB 3, Rastplatz “Landsberg an der Warthe” eine Kontrolle von insgesamt 9 LKW vornahm Die Konsequenz des Tages: Es mussten 6 der kontrollierten Fahrzeuge beanstandet werden, wobei bei drei Fahrzeugen die festgestellten Mängel so gravierend waren, dass die Weiterfahrt direkt untersagt wurde. Der technische Zustand eines aus Osteuropa stammenden Sattelzuges, welcher mit 8 Tonnen Maschinenteilen beladen und auf dem Weg von Österreich nach Belgien war, erschreckte die Kontrolleure besonders.

An den insgesamt 7 Achsen des Zuges waren sage und schreibe 9 Reifen mangelhaft. Teilweise fehlten größere Teile der Laufflächen und es war Stahlgewebe sichtbar. Die Schäden waren bei einigen Reifen derart schwerwiegend, dass es im Fahrbetrieb jederzeit zu einem Reifenplatzer mit möglichenfalls erheblichen Folgen hätte kommen können. Die Weiterfahrt wurde direkt untersagt und eine ordnungsgemäße Reparatur angeordnet.

Reifenschäden

Bei einem weiteren aus Osteuropa stammenden Klein-LKW mit Anhänger wurden ebenfalls erheblichste Mängel festgestellt, welche zu einer Untersagung der Weiterfahrt führten. An dem LKW war unfachmännisch ein Aufbau befestigt, welcher nicht zum Fahrzeug gehörte. Weiterhin waren die Lenkung ausgeschlagen, Bremsschläuche porös und die Handbremse zeigte keinerlei Wirkung. Der Anhänger wies erhebliche Rostschäden und mehrere Risse am Fahrzeugrahmen auf. Zudem war die Anhängerdeichsel stark verbogen und nur mangelhaft mit dem Aufbau verbunden. Diverse weitere Mängel rundeten das negative Gesamtbild des Gespanns ab. Die Zulassungsbescheinigungen und Fahrzeugkennzeichen der als verkehrsunsicher zu betrachtenden Fahrzeuge wurden zur Verhinderung einer weiteren Inbetriebnahme sichergestellt.

Auch Beamte der Polizeiautobahnstation Mittelhessen hatten den richtigen Riecher, als sie auf der A5 einen weißen, aus Lettland stammenden LKW kontrollierten. Die Polizeibeamten stellten fest, dass ein Federbein der Hinterachse gebrochen war. Offensichtlich hatte der 37-jährige, aus Kasachstan stammende Brummifahrer bereits einige Zeit zuvor versucht, die Hinterachse mittels Spanngurt zu befestigen. Beim näheren Hinsehen bemerkten die Ordnungshüter, dass besagte Konstruktion zu zerreißen drohte, da der Gurt über eine scharfe Kante gespannt worden war.

Damit aber nicht genug: Der kasachische Staatsangehörige zeigte allem Anschein nach einem gefälschten, kasachischen Führerschein vor. Die Polizeistreife stellte diesen sicher, um ihn zu einer abschließenden Prüfung durch eine weitere Fachdienststelle bewerten zu lassen. Da ohne einen echten Führerschein auch keine Berufskraftfahrerqualifikation erworben werden kann, erfolgte weiterhin die Sicherstellung der lettischen Qualifikationskarte. Der LKW-Fahrer war aufgrund seiner mangelhaften Konstruktion an der Hinterachse der Polizei zuvor schon durch andere Verkehrsteilnehmer gemeldet worden, wie er mit dem LKW in Richtung Frankfurt fuhr. Deshalb kommt auf ihn neben einer Anzeige wegen Urkundenfälschung unter anderem auch eine weitere wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu.

Deutliche Beschädigungen am Spanngurt zu erkennen. Dieser sollte die defekte Hinterachse halten

Auch Beamte der Polizeiautobahn Ruchheim wurden auf der Tank- und Rastanlage Dannstadt fündig. Bei 13 kontrollierten Fahrzeugkombinationen mussten zwei Gespanne ihre Weiterfahrt zwangsweise unterbrechen. Spitzenreiter war ein rumänisches Sattelgespann, welches einen 8,5 Tonnen LKW sowie einen Traktor unzureichend gesichert auf der Ladefläche transportierte. Bei einem der Fahrzeuge liefen sogar Betriebsstoffe aus.

LKW


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