Überhitze Gebäude: Bewohner können Mietminderung geltend machen

Der Sommer kommt, die Temperaturen steigen stark an und für so manchen Mieter, der beispielsweise in einer Dachgeschosswohnung lebt, kann es schon einmal sehr warm werden. Denn insbesondere in schlecht isolierten Bauten staut sich die Sommerhitze in den oberen Stockwerken. Mieter von überhitzten Wohnungen haben allerdings unter Umständen Anspruch auf eine Mietminderung und die Isolierung des Wohnraums. Das entschied das Amtsgericht Hamburg (Amtsgericht Hamburg, Urteil v. 10.05.2006, Az.: 46 C 108/04).

In dem konkreten Fall klagte der Mieter einer hochpreisigen Neubauwohnung im Dachgeschoss. Die Wohnräume heizten sich mit über 30 Grad am Tag extrem auf. Damit sei die Wohlfühltemperatur von 25 bis 26 Grad deutlich überschritten gewesen, urteilte das AG Hamburg. Das Gericht wertete dies als erheblichen Mangel und sah dafür eine Mietminderung von 20 Prozent als angemessen an. Der Vermieter wurde zudem verpflichtet, einen angemessenen Wärmeschutz zu installieren.


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen zu "Überhitze Gebäude: Bewohner können Mietminderung geltend machen"

Hinterlasse einen Kommentar