Ukrainische Botschafter Melnyk hält den Deutschen den Spiegel vor – „Deutsche verhalten sich so, um sich besser zu fühlen”

Kein anderer als der ukrainische Botschafter in Deutschland, Dr. Andrij Melnyk, hält der deutschen Politik so deutlich den Spiegel vor. In Parlamenten (Deutscher Bundestag, Abgeordnetenhaus von Berlin) spricht er den Parlamentariern ins Gewissen und zwar mit deutlicher Sprache. Ebenso deutlich formuliert Botschafter Melnyk in deutschen Medien. Dr. Melnyk tut sich mit Floskeln und der unterwürfigen Entgegennahme von Kondolenztelegrammen schwer. Er nutzt ausdrücklich die Macht der Worte und das mit Mut und mit Wut.

Im Anschluss an eine Talkrunde mit dem ehemaligen Staatsminister im Auswärtigen Amt (Bundesaußenministerium), Michael Roth (SPD), verlässt Andrij Melnyk verärgert das Fernsehstudio. Ein Spiegel-Journalist will das Wort „Arschloch“ in Richtung des SPD-Außenpolitikers Roth gehört haben. Roth würde nie die Wahrheit sagen und laufe vor ihr davon.

Im Berliner Abgeordnetenhaus rief er den Parlamentariern zu: „Man darf uns nicht im Stich lassen. Wir sind da. Wir kämpfen. Für uns, für unser Leben, für unsere Kinder. Aber wir kämpfen auch für Sie. Wir kämpfen auch für Ihre Freiheit.“ Er forderte Waffen für sein Land und eine Luftbrücke nach Berliner Vorbild für die ukrainische Hauptstadt Kiew. Die Ukraine erwarte die Lieferung von Waffensystemen. Botschafter Melnyk erlebt seit Kriegsbeginn die immergleichen Verhaltensmuster bei den deutschen Politikern. Sie erheben sich und applaudieren. Aber es folgen keine Taten, die Politiker setzen seinen Forderungen nicht um.

Fakt ist, sollte Deutschland Waffen in die Ukraine liefern, so könnten die Deutschen und überdies die gesamte NATO mit in den Krieg in der Ukraine hineingezogen werden. Deutschland lieferte lediglich 5.000 Schutzhelme. Erst deutlich später, und unter ausländischen Druck, wurden Haubitzen aus DDR-Beständen an die Ukraine geliefert. Dabei legt Deutschland Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei um „Defensivwaffen“ handele. Gebetsmühlenartig macht der ukrainische Botschafter Melnyk darauf aufmerksam, dass ihm das nicht reiche.

Die sympathischen Gesten der deutschen Bevölkerung, die wehenden und flatternden Ukraine-Flaggen vor deutschen Regierungszentralen und Privatwohnungen, die gelb-blau beleuchteten Gebäude, die Wimpel an den Bahnhöfen nimmt Andrij Melnyk bewusst wahr.

Im Ergebnis hält Botschafter Dr. Melnyk fest, dass die Deutschen sich nur deshalb so verhalten, damit sie sich besser fühlen können.

Haltung und Gesinnung sowie die Position als Moralweltmeister stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Gerade die linksgrünen, liberalen und christdemokratischen Politiker reichen sich hier die „Klinke“ in die Hand. Mit der Realität hat dies jedoch kaum etwas gemein.

Abschließend bleibt die Frage bestehen, ob der ukrainische Botschafter Dr. Andrij Melnyk mit seiner Analyse des deutschen Verhaltens recht behält?


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