Urlaub: Generelle Nachweispflicht bei Einreisen nach Deutschland – Schweiz und Polen gelten als Hochrisikogebiete – Quarantäne prüfen

Die Advents- und besonders Weihnachtstage motivieren viele Menschen zum Reisen. Die Reise stellt jedoch in Zeiten der Corona-Pandemie kein leichtes Unterfangen dar. So stufen das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Staaten und Regionen als „Risikogebiete“ ein. Hierbei werden Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete differenziert.

Für Menschen, die sich in den letzten 10 Tagen vor ihrer Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem der oben genannten Risikogebiete (Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet) aufgehalten haben, gelten strikt einzuhaltende Regeln.

Alle Reisende über 12 Jahre müssen bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen negativen Testnachweis, einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen. Für Pendler aus diesen Staaten und Regionen gelten spezielle Regeln.

Die Einreisenden nach Deutschland müssen folgende Aspekte einhalten:

  • Anmeldepflicht: Reisende nach Voraufenthalt in einem Risikogebiet sind verpflichtet, die digitale Einreiseanmeldung auszufüllen.
  • Reisende nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet müssen einen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis mit sich führen und im Falle der Inanspruchnahme eines Beförderers diesem den Nachweis zum Zwecke der Beförderung vorlegen. Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet ist ausschließlich ein Testnachweis möglich.
  • Quarantänepflicht: Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause – oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort – begeben und zehn Tage lang absondern (häusliche Quarantäne). Bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt die Absonderungszeit vierzehn Tage.
  • Beendigung der Quarantäne: Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenen-Nachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Uploadportal der Digitalen Einreiseanmeldung übermittelt wird. Die Quarantäne kann jeweils ab dem Zeitpunkt der Übermittlung beendet werden. Nach Voraufenthalt in Hochrisikogebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden („Freitestung“ ab Tag fünf nach Einreise möglich). Diese Regelungen gelten nicht für Ungeimpfte, diese müssen 10 Tage bzw. 14 Tage in Quarantäne.
  • Geimpfte und Genesene können die Quarantäne ab dem Zeitpunkt beenden, an dem der Impf- oder Genesenen-Nachweis über das Einreiseprotal übermittelt wird. Erfolgt die Übermittlung vor Einreise (wird dringende empfohlen), muss die Quarantäne nicht angetreten werden. Ungeimpfte Personen müssen in jedem Fall in Quarantäne.
  • Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist grundsätzlich nicht möglich.

Es gilt also eine generelle Nachweispflicht. Die bedeutet, dass Personen ab 12 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenen-Nachweis verfügen müssen. Die generelle Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat. Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eine spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht zu beachten.

Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen – ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.

Als Hochrisikogebiete werden aktuell in Europa Polen und die Schweiz beim Robert-Koch-Institut (RKI) aufgeführt. Nähere Informationen sowie weitere Staaten und Regionen können der nachfolgenden Internetseite des RKI entnommen werden:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html


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