US-Flüssiggas soll Energieversorgung in Deutschland sichern – Ressource „Gas“ als Kriterium für den Krieg in Europa?

Erwartbar ist, dass sich durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine die Energiekosten deutlich erhöhen. Um die Kostensteigerung zu vermeiden, ist ein schnelles und effizientes Handeln der Bundesregierung gefordert.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Atlantik-Brücke kommt zu dem Schluss, dass die Bundesrepublik die leeren Gasspeicher über Flüssiggas (LNG) kompensieren könnte: In den vergangenen Jahren ist der LNG-Markt weltweit kräftig gewachsen“, heißt es in einer Mitteilung der Atlantik-Brücke.

Auf seiner Internetseite definiert der Verein „Atlantik-Brücke e. V.“ seine Zielsetzung wie folgt: „Die 1952 gegründete Atlantik-Brücke hat das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Europa und Amerika auf allen Ebenen zu vertiefen. Die transatlantische Zusammenarbeit ist und bleibt gerade in schwierigen Zeiten ein entscheidender Faktor für die globale Ordnung und Stabilität. Sie setzt sich für Multilateralismus, offene Gesellschaften und freien Handel ein. Als gemeinnütziger und überparteilicher Verein stärkt die Atlantik-Brücke den Austausch zwischen Politik und Unternehmen, aber auch zwischen jungen Führungskräften und Vertretern und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft jenseits der Parteilinien. Die Atlantik-Brücke bietet eine Plattform für unterschiedliche Perspektiven und eine lebendige Debatte. Die rund 500 Mitglieder der Atlantik-Brücke sind Entscheidungstragende aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien von beiden Seiten des Atlantiks. Durch ihre Expertise in verschiedenen Sektoren bereichern sie die transatlantische Diskussion und fördern das gegenseitige Verständnis. Die Mitgliedschaft erfolgt auf Einladung.

Deutschland könnte in den kommenden Jahren kurzfristig auch ohne russisches Erdgas auskommen. Dazu müssten die Gasspeicher durch Flüssiggas aufgefüllt werden. Erdgas machte im Jahr 2020 rund 26 Prozent des deutschen Energiebedarfs aus. Die Hälfte wird aus Russland geliefert. Sollte Russland das deutsche Gas-Kontingent einschränken, dann würden schätzungsweise die Gasspeicher bis zu zwei Winter ausreichen. Derzeit sind die Gasspeicher zu 67 Prozent gefüllt.

Deutschland verfüge über die notwendige Infrastruktur, um die Lieferengpässe in den kommenden Jahren kurzfristig auszugleichen. Der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien sei dann aber notwendig, um langfristig die Abhängigkeit von Russland zu senken. Im Falle unvermeidbarer Versorgungslücken stünden „kurzfristig Reservekraftwerke zur Verfügung“, heißt es aus zuverlässiger Quelle.

Das Ziel der US-Regierung ist es, sein über das „Fracking“ gewonnene Gas in Deutschland abzusetzen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte an, die Gaspipeline „North Stream 2“ auf Eis zu legen. Die Studie der Atlantik-Brücke, als westlich-orientierter Verein, sekundiert das US-Ziel.

Die Gasspeicher könnten nun mit US-amerikanischem Gas aufgefüllt werden. Damit könnte die Ressource „Gas“ ein entscheidendes Kriterium im aktuell vorherrschen Krieg in Europa zwischen Russland und der Ukraine darstellen. Die Amerikaner haben so offenbar ein großes Interesse an der Eskalation, um ihre ökonomischen Interessen durchzusetzen. Das Ziel könnte erreicht werden.


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