Verdacht des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln: 23 Objekte in Bremen und Umland durchsucht

Foto-Quelle: BKA

Heute Morgen vollstreckten Ermittlerinnen und Ermittler des Bundeskriminalamts und der Polizei Bremen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bremen Durchsuchungsbeschlüsse an 23 Wohn- und Geschäftsanschriften in Bremen und dem Bremer Umland. Vier Männer, zwei deutsche und zwei deutsch-türkische Staatsangehörige im Alter von 29 bis 40 Jahren, wurden aufgrund bestehender Haftbefehle wegen Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln durch Spezialkräfte der Bundespolizei und der Polizei Bremen festgenommen. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 12 Beschuldigte im Alter zwischen 29 und 59 Jahren. Gegen einige von ihnen besteht außerdem der Verdacht der Geldwäsche durch die Anlage von Geldern in Immobilien. Bei den Durchsuchungen wurden Bargeld, Mobiltelefone, diverse Schusswaffen mit Munition und Magazinen, verschiedene Speichermedien und weitere schriftliche Aufzeichnungen als Beweismittel sichergestellt. Darüber hinaus wurden Vermögensarreste für fünf Beschuldigte in einer Höhe von insgesamt rund 500.000 Euro beantragt. Die beantragten Arreste beziehen sich auf den Verkaufserlös von insgesamt fünf Kilogramm Cannabis und rund 14 Kilogramm Kokain.

Der heutige Einsatz geht auf die Arbeit einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe zurück, die Mitte 2019 eingerichtet wurde. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bremen ermitteln das Bundeskriminalamt und die Kriminalpolizei der Polizei Bremen mittlerweile in mehreren eigenständigen Verfahren wegen des Verdachts des Betäubungsmittelhandels und der Geldwäsche, sowie weiterer Taten gegen Angehörige krimineller Clanstrukturen und weitere Personen. Die Ermittlungen in Teilkomplexen der gemeinsamen Ermittlungsgruppe durch die Kriminalpolizei Bremen führten schon im Februar 2021 zu operativen Maßnahmen. Auch hier konnten Bargeld, Drogen und Waffen beschlagnahmt werden

Unter den Beschuldigten befinden sich auch zwei Polizeibeamte im Alter von 36 und 40 Jahren. Gegen den 36-jährigen Beamten besteht der Verdacht der Bestechlichkeit, der Verletzung von Dienstgeheimnissen, der Geldwäsche und des Betruges. Gegen die 40-jährige Polizeibeamtin laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen. Innerhalb der Ermittlungen ging die Polizei Bremen von Beginn an selbstständig dem Verdacht gegen die beiden Polizeibeamten nach. Im Ergebnis wird der 36-jährige Beamte suspendiert und die 40-jährige Beamtin vom Dienst entbunden.


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