Volkspartei CDU bald Geschichte?

Opposition heisst, nein zu sagen und Alternativen aufzuzeigen. Das hat CDU und CSU noch nicht begriffen. Wie auch? Sie verfügen weder über einen legitimierten und von der Partei insgesamt getragenen Bundesvorsitzenden noch über einen von diesem getragenen Vorsitzenden der Bundestagsfraktion.

Anstatt als Union mit 173 Stimmen dem links-gelben Gesetzentwurf zur Verschärfung der Corona-Massnahmen zuzustimmen, hätte man einen eigenen Gesetzentwurf einbringen und zur Abstimmung stellen müssen. Das ist das Wesensmerkmal einer ernstzunehmenden Oppositionspartei – Fehlanzeige.

Statt den SPD-Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier in seine zweite Amtszeit zu wählen, hätte die Union den Anspruch haben müssen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

Um Alternativen aufzuzeigen, muss man allerdings wissen, was man will. Wofür stehen CDU und CSU im Bund und in den Ländern?

Dass die Union damit ein Problem hat, sahen die Wähler bei der Bundestagswahl. Sie fragten sich, für welche Positionen, die nicht auch von der SPD, den Grünen oder der Linkspartei vertreten werden, steht die Union heute noch? Warum sollten die Wähler noch CDU wählen?

In der Opposition ist es noch wichtiger als in der Regierungsverantwortung, zu wissen, wofür man steht und wogegen man ist. Beides kann die CDU und auch die CSU inhaltlich und personell nicht beantworten.

Vertrauen, Glaubwürdigkeit und eine Zuversicht für die Zukunft sind für die Unionsparteien nicht in Sicht.

Das Ende einer Volkspartei ist greifbar. Schade CDU und CSU.


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