Volksparteien ohne Volk – CDU führungs- und inhaltlos – muss es Friedrich Merz richten?

Die “Haltungsjournalisten” der öffentlich-rechtlichen Mainstreammedien sprechen im Zusammenhang mit den Parteien “SPD” und “CDU” weiterhin von Volksparteien.

Dem geneigten politisch-interessierten Betrachter fällt jedoch auf, dass den Volksparteien das Volk abhandengekommen ist. Eine Partei, die sämtliche politische Milieus anspricht, und die sich deshalb Volkspartei nennen darf, stellen SPD und CDU in keiner Weise mehr dar.

Die CDU rangiert aktuell unter 20 Prozent (wenn die CSU herausgerechnet wird). Die SPD erscheint nur deswegen so stark, weil die Grünen mit Annalena Baerbock und die Union mit Armin Laschet ihr letztes Aufgebot im vergangenen Bundestagswahlkampf aufgefahren haben.

Die CDU sucht eine neue Führung neben Orientierung und politischer Positionierung. Dazu hat sie in der Opposition reichlich Zeit. Erfolgreich ist sie nur, wenn sie die Themen des “Deutschen Mittelstandes” aufgreift und realistische am gesunden Menschenverstand orientierte Lösungen anbietet.

Bei der SPD will Dr. Norbert Walter-Borjans Platz schaffen, für einen jüngeren Parteivorsitzenden. Hierfür kommen aktuell Lars Klingbeil und Manuela Schwesig infrage. Beide führten die SPD zum Wahlerfolg.

Schwesig sieht in Mecklenburg-Vorpommern ihre Partei SPD mit der Partei “Die Linke” auf dem politischen Zukunftsweg.

Problematisch erweist sich hingegen die Trennung von Partei- und Regierungsamt für beide potentiellen SPD-Parteivorsitzende. Klingbeil ist für das Amt des Bundesverteidigungsministers und Schwesig für die Fortsetzung des Amtes der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern im Gespräch.

Bei der CDU laufen sich aktuell “Teamlösungen” für die Nachfolge des glücklosen Bundesvorsitzenden Armin Laschet warm:

Team 1: Friedrich Merz, Dr. Carsten Linnemann und Jens Spahn

Team 2: Dr. Norbert Röttgen und Ralph Brinkhaus.

Sämtliche Kandidaten stammen aus dem CDU-Landesverband Nordrhein-Westfalen, wie Armin Laschet.

Eine Mitglieder-Befragung und -Beteiligung setzt die CDU zukünftig ihrer bisher gewohnten “Hinterzimmerpolitik” entgegen. Am morgigen Dienstag werden die Details im Bundesvorstand diskutiert.

Am Ende könnte im Dezember 2021 Friedrich Merz auf einem Bundesparteitag der CDU zum neuen Parteivorsitzenden gewählt werden, der ab April 2022 auch den Fraktionsvorsitz im Bundestag anstreben könnte.

Eines schließt Friedrich Merz aber schon heute aus: Die Kanzlerkandidatur 2025.


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