Wahl in Baden-Württemberg

Die Wähler haben am vergangenen Sonntag den Grünen Winfried Kretschmann (72) zum dritten Mal hintereinander in das Stuttgarter Staatsministerium gewählt. Die Öko-Partei mit ihrem charismatischen Landesvater konnte nach dem vorläufigen Ergebnis 32,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigen, ein Plus von 2,3 Prozentpunkten.  

Sicherlich mag das gute Wahlergebnis für die Grünen auch dem Umstand geschuldet sein, dass der alte neue Ministerpräsident kein Öko-Linker ist, der die Menschheit programmatisch zurück in die klimafreundliche Steinzeit katapultieren will. Kretschmann ist ein Realist und hat sich in den letzten zwei Wahlperioden vom Bürgerschreck zum Landesvater gemausert. Vergessen hat der Wähler bei seiner Entscheidung vom vergangenen Sonntag aber, dass der Ministerpräsident noch ein Rattenschwanz grüner Ideologen nach sich zieht, die den massiven Umbau unserer Gesellschaft forcieren.

Beispiel gefällig? Geht es nach den Grünen, sollen ab 2030 in Deutschland keine Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. „Der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor muss gesetzlich festgelegt werden“, gab der Öko-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, bereits 2019 als zukünftige Marschrichtung seiner Partei vor. Dass man für den Bau eines Elektromotors nur ein Zehntel des Personals benötigt, das man für einen Verbrennungsmotor braucht, nimmt man für dieses ambitionierten Vorhaben gerne billigend in Kauf.

Und so fragt man sich außerhalb des Ländle kopfschüttelnd, was jeden dritten Baden-Württemberger eigentlich geritten hat, eine autofeindliche Partei in einem Bundesland zu wählen, in dem etwa 500 000 Arbeitsplätze – immerhin 10 Prozent aller dortigen Jobs – an der Automobil- und Zuliefererindustrie hängen? Die Wähler haben ihrem Bundesland mit ihrem Votum vom vergangenen Wochenende also einen Bärendienst erwiesen.

Der große deutsche Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht (1898 – 1956) hat einmal gesagt: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“. Dem ist nichts hinzuzufügen.


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