Wahlen: Neue Eskimo-Regierung auf Grönland erwartet

In Grönland gibt nicht nur Eisbären sondern auch Eskimos, die zwischenzeitlich im Zeichen der politischen Korrektheit lieber anders genannt werden sollen.

Grönland gehört zu den Überresten eines früher auch nur bescheidenen dänischen Kolonialreiches. Für die bürgerlichen Parteien in Dänemark ist Grönland eher lästig, weil die beiden im Folketing (der Volksversammlung) für Grönland reservierten Parlamentssitze traditionell von linken „Sozialisten“ besetzt werden. Das Parlament in Kopenhagen besteht statisch aus 179 Parlamentariern und die Mehrheit liegt demzufolge bei 90 Sitzen. Das ist für den „roten“ Block bequem, da sie im Kernland nur 88 Sitze benötigen, wenn sie auf die Grönländer zurückgreifen.
Die Drohungen nach Unabhängigkeit von Dänemark zu streben, betrachtete die frühere bürgerliche Regierung daher leidenschaftslos. Nun fanden dieser Tage in Grönland Regionalwahlen statt. Die sozialistisch orientierte Partei IA löste die gleichfalls sozialistisch ausgerichtete Siumut als stärkste Partei ab.
In Anlehnung an einen bekannten Roman könnte man kommentieren: „Im Norden nichts Neues.“


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