Wanderwitz pöbelt weiter

Foto-Quelle: Von Foto-AG Gymnasium Melle - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35271212

Marco Wanderwitz – sogenannter „Ostbeauftragter der Bundesregierung“ – setzt sich zunehmend dem Verdacht aus, in undemokratischen Strukturen zu denken. Demnach gibt es zwei Meinungen: seine und die falsche. Offenbar aus hilflosem Groll darüber, dass die Wähler sich zunehmend von seiner Partei, der CDU, abwenden, bepöbelt er die Menschen in den „Neuen Bundesländern“.

Ganz im Stile des früheren DDR-Sprechs bestimmt er, was demokratisch ist und was nicht: Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind”, so Wanderwitz in Bezug auf die Tatsache, dass die Ostdeutschen im Gegensatz zu den Westdeutschen eine stärkere Neigung zur Wahl anderer Parteien, wie der AfD, haben. Für den CDU-Politiker stehe deshalb fest, dass ein Teil der Bevölkerung “gefestigte nicht demokratische Ansichten” habe.

Wanderwitz ist eigentlich ein Fall für den Verfassungsschutz. Seine ungeniert zur Schau gestellte Feindlichkeit gegen weite Teile der Gesellschaft ist geeignet, diese zu spalten.

In seinem Wahlkreis Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II wurde Wanderwitz 2017 noch direkt gewählt. Damals erhielt er gut 35 Prozent. Sein stärkster Konkurrent von der AfD kam damals auf 26,5 Prozent. Nach den Erhebungen der Wahlkreisprognosen wackelt der Wahlkreis des 45jährigen Rechtsanwalts nun aber und könnte an die AfD fallen. Das stört den CDU-Politiker aber wenig, denn er steht auf Platz 1 der sächsischen Landesliste und ist damit abgesichert. Ob Wanderwitz Ausfälligkeiten allerdings dem Ergebnis seiner Partei förderlich ist, steht dann auf einem anderen Blatt.


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