Warum führen Bewerbungen häufig zur Ablehnung?

In Bewerbungen stecken Bewerber viel Zeit und Mühe. Ihre Bewerbungsunterlagen sollen Personaler beeindrucken, um an ihren Traumjob zu gelangen. Doch leider stoßen Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse nicht immer auf Gegenliebe bei den Entscheidern. Am Ende werden die Bewerbungen häufig abgelehnt.

Eine Begründung für die Absage teilen Arbeitgeber leider nur selten mit. Welche Gründe stecken hinter einer Ablehnung der Bewerbungsunterlagen?

1. Fehler in Bewerbungsunterlagen

So banal es klingt: Wimmelt das Anschreiben oder der Lebenslauf nur so vor Rechtschreibfehlern, hinterlässt das keinen guten Eindruck bei Personalern. Tipp- oder Grammatikfehler lassen da schnell an der Eignung des Kandidaten zweifeln. Tatsächlich ist dies auch der zentrale Grund der Ablehnung.

2. Teile der Bewerbungsunterlagen fehlen

Anschreiben und Lebenslauf haben Sie wie gewünscht eingereicht, aber das letzte Arbeitszeugnis fehlt. Fehlende Arbeitszeugnisse erwecken den Anschein, dass Bewerber ein schlechtes Zeugnis verheimlichen.

3. Qualifikationen passen nicht zur Stelle

Überqualifizierte Kandidaten scheiden im Bewerbungsprozess oft schnell aus. Arbeitgeber befürchten, dass sich die Bewerber schnell langweilen und die Stelle schon bald wieder kündigen.

4. Gehaltsvorstellungen unrealistisch

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen ein“ bedeutet für viele Bewerber eine Herausforderung. Es gilt genau zwischen dem eigenen Gehaltswunsch und dem, was das Unternehmen gerade noch bereit ist zu zahlen, abzuwägen. Übertriebene Gehaltsvorstellungen bedeuten schnell das Aus im Bewerbungsprozess. Doch auch ein auffällig niedriger Betrag wirft Fragen auf, z. B. am Selbstbewusstsein des Kandidaten oder dessen Qualifikation.

5. Stelle ist schon vergeben

Manchmal sind Bewerber aber auch einfach zu spät dran: Die Bewerbungsphase für die Stelle ist bereits abgelaufen oder die Stellenanzeige veraltet. Manche Jobs werden sogar nur pro forma ausgeschrieben, weil sie intern bereits vergeben sind.

Wenn Sie die wahren Gründe für Ihre Bewerbungsabsage erfahren wollen, sollte man höflich beim jeweiligen Ansprechpartner nachfragen.

Ein solches Anschreiben könnte so aussehen:

„Sehr geehrte/r Herr/Frau Mustermann,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu meiner Bewerbung. Ich bedaure, dass Sie momentan keine Möglichkeit für eine Zusammenarbeit sehen. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, nach den Gründen für Ihre Entscheidung zu fragen.
So habe ich die Gelegenheit, mich zu verbessern. Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Mit freundlichen Grüßen“

Die Antwort kann Ihnen helfen, dass vielleicht schon die nächste Bewerbung in einer Einladung zum Vorstellungsgespräch mündet. Viel Erfolg dabei!


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