Warum sind die deutschen Bürger nicht beunruhigt?

Die TARTGET2-Salden wachsen von Tag zu Tag. Was bedeutet das für Deutschland? Diese Salden entstehen, wenn grenzüberschreitender Warenverkehr über die jeweiligen nationale Notenbanken über die Europäische Zentralbank (EZB) abgerechnet werden. 

Kauft zum Beispiel ein Portugiese einen Porsche, wird grenzüberschreitend eine Forderung von der Deutschen Bundesbank gegenüber der EZB eingebucht. Eine zweite Buchung registriert für die portugisische Notenbank eine Verbindlichkeit gegenüber der EZB. Innerhalb der EU ist der Saldo durch die Forderung auf der einen Seite und den Verbindlichkeiten auf der anderen Seite der EZB ausgeglichen. Aber für den jeweiligen Nationalstaat bedeutet dies, dass er eine Forderung gegenüber der europäischen Zentralbank hat. Diese Forderung Deutschlands aus Exporte in die EU betrug im Januar 2021 1005 Mrd. Euro. Sollte eines der Schuldnerländer insolvent werden und aus der EU ausscheiden, könnte ein großer Forderungsbetrag in Höhe von bis zu 1005 Milliarden Euro verlustig gehen.

Was macht der deutsche Michel? Richtig, er schläft weiter!


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