Werften in Mecklenburg-Vorpommern melden Insolvenz an – Bund trifft mutmaßlich Mitschuld

Die MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern haben am Montag Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Schwerin bestätigte den Eingang des Antrags. Die MV-Werften-Gruppe hatte den Schritt zuvor angekündigt.

MV Werften zog damit die Konsequenzen aus der anhaltenden Finanzkrise. Die Verhandlungen zwischen Bund und Land und der Eigentümer „Genting Hongkong“ hatten zu keinem positiven Ergebnis geführt. Wie es mit den rund 1900 Mitarbeitern weitergeht, ist noch ungeklärt.

Der Präsident von Genting Hongkong, Colin Au, hatte dagegen zuletzt gesagt, dem Bund vier Angebote zur weiteren Finanzierung vorgelegt zu haben. Diese wurden sämtlich abgelehnt. Auch sei im vergangenen Dezember die Auszahlung des fälligen Betrags beim Erreichen eines Bau-Zwischenstands blockiert worden.

Genting habe nun keine weiteren Kompromisse mehr machen können. „Wir haben uns abgearbeitet an den Auflagen des Bundes“, beschreibt MV-Werften-Geschäftsführer Carsten Haake die vergangene Zeit.

Colin Au verwies darauf, dass Genting seit der Übernahme mehr als zwei Milliarden Euro in die MV-Standorte investierte, die Zahl der Mitarbeiter sei verdoppelt worden. „Ohne Covid-19 hätten wir die Regierung nie um einen Euro gefragt.


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