Weyers 2020/2022 erschienen

Lang erwartet erschien am 1. Dezember 2020 endlich die 69. Ausgabe von „Weyers Flottentaschenbuch“ 2020/2022. Weltweit gibt es nur zwei Almanache, die Auskunft über die vorhandenen Flotten geben. Neben „Weyers“ ist dies „Jane’s Fighting Ships“ aus Großbritannien. In einer Zeit, wo Propaganda wichtiger ist als Tatsachen, verzichten viele Journalisten, die sich mit Militär und Seefahrt beschäftigen, darauf, eines dieser Handbücher auf ihrem Schreibtisch bereit zu halten. „Janes“ erschien 1897 erstmalig, während Korvettenkapitän Bruno Weyer sein Nachschlagewerk 1900 auf den Markt brachte. Die Kriegsjahrgänge – insbesondere 1941 und 1916 – wurden in besonders großer Auflage gedruckt, weil sogar jedes Vorpostenboot der Kriegsmarine eine Ausgabe erhielt, um im Gefechtsfall einen möglichen Gegner identifizieren zu können. Genauso gehörte der „Janes“ zur unverzichtbaren Ausrüstung der Royal Navy.

Der Weyers gliedert sich in drei Teile. Der erste umfasst Tabellen. Dort ist jedes einzelne Kriegsschiff mit Baudaten weltweit erfasst wird. Der Zweite Teil besteht aus Seiten – und Deckszeichnung. Schließlich sind in einem dritten Teil zumindest von jeder Klasse Fotos zur besseren optischen Erkennbarkeit abgedruckt.

Im Weyers findet der Leser minutiös Anzahl und Gattung, Wasserverdrängung, Maße, Geschwindigkeit, Leistungsvermögen, Elektronik, Bewaffnung, Flugkörper, Flugzeuge, Radar- und Sonaranlagen eines jeden Kriegsschiffes aufgelistet. Neben den Eigenschaften der einzelnen Schiffe bietet der „Weyers“ einen unbestechlichen Vergleich über die Flottenstärken der einzelnen Seemächte. So dokumentiert der neue Weyers den Aufstieg Chinas und Indiens zu erstklassigen Seemächten, während die US-Marine zahlenmäßig weiter „abbaut“. Anders als in den 80er Jahren der Ost-West Konfrontation können die USA nicht mehr auf einen Zuwachs der Flotten ihrer wichtigsten Verbündeten Frankreich und Großbritannien zählen. Deren Flotten sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der beachtliche Zuwachs der türkischen und griechischen Seestreitkräfte dienen bekanntermaßen nicht den Zielen der NATO. Der Ausbau der russischen Flotte leidet darunter, dass die früheren ukrainischen Zulieferer nicht mehr existieren.

Ein Beitrag von Klaus Gröbig.

Das Buch ist hier bestellbar:


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