WhatsApp überwacht seine Nutzer – Projekt analysiert Informationsströme – Nutzer aufgepasst

Seit dem 15. Mai 2021 gelten neue Geschäftsbedingungen für die Nutzung des Messengers „WhatsApp“. Vor diesem Hintergrund hat Professor Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Facebook die Verarbeitung von WhatsApp-Nutzerdaten verboten. Das war ein harter Schlag mit einem Echo an Facebook.

Stimmen die WhatsApp-Nutzer zu, so dürfen ihre Daten an Facebook-Unternehmen und Facebook-Dienstleister weitergeleitet werden. Diese „Big-Data“ sind äußerst umfangreich. WhatsApp speichert u. a. die Telefonnummer, das Mobilfunknetz, das Smartphone-Modell samt Betriebssystem, die Kontakte aus dem Adressbuch, Fotos, Videos und Standortinformationen.

Facebook erstellt so genannte „Beobachtungslisten“. Diese Listen dienen Facebook dazu, Gegner zu identifizieren und über diese Informationen zu sammeln. Diese Kritiker werden systematisch überwacht, Facebook nennt diese Überwachung „branchenüblich“. Zum Beispiel kann Facebook den aktuellen Aufenthaltsort derer sofort ermitteln, der auf diesen Listen steht. Facebook nutzt dazu das Smartphone des zu Ortenden.  

Spannend bleibt die Frage, weshalb die Facebook-Nutzer die Plattform nicht in großer Zahl verlassen und sich Wettbewerbern zuwenden? Die Antwort fällt sehr schlicht und einfach aus, die Nutzer sind zu faul, sorglos und bequem.

Der Deutschlandfunk hat sich ausgiebig diese Thematik gewidmet. Diesen informierte Facebook darüber, dass die Privatheit und die Sicherheit der persönlichen Chats mit Familie und Freunden sich nicht ändern. In rein technischer Hinsicht eignen sich die persönlichen Daten nicht nur, um eine „Rundum-Überwachung“ einzelner Nutzer zu realisieren, sondern auch, um nachzuverfolgen, welche Informationen von wem im Netz genutzt und weitergereicht werden.

Diese Möglichkeit nutzen die Mitarbeiter um den Projektleiter Nicholas Clegg für die Analyse von Informationsströmen und Desinformationsströmen im Netz. Der ehemalige stellvertretende Premierminister Großbritanniens hat für dieses Analyseprojekt auch ehemalige Nachrichtendienstmitarbeiter angeworben. Die Nutzerdaten von WhatsApp stellen für die Arbeit „pures Gold“ dar.

Die Nutzer von WhatsApp sollten sich diesen Zusammenhang sehr genau vor Augen halten. Mit Threema, Telegram und Signal stehen genügend Alternativen bereit. Vielleicht sollten wir nicht so faul, sorglos und bequem sein!


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